Giro d'Italia: Zweiter Etappensieg in Folge: Hondo nicht zu halten
zuletzt aktualisiert: 22.05.2001 - 18:49Düsseldorf (rpo). Der Mann der Stunde heißt Danilo Hondo. Bei seinem Giro-Debüt ist der 27-jährige Cottbuser bereits zum zweiten Mal ganz oben auf das Siegertreppchen gefahren. "Wahnsinn, ich kann es gar nicht fassen, aber das Finale war wieder voll auf mich zugeschnitten", sagte der "Zabel-Kronprinz" im Team Telekom nach seinem erneuten Coup, mit dem er weiteren Druck von seinem Kapitän Jan Ullrich nahm.
Wie am Vortag hatte der Italiener Giovanni Lombardi auch in Potenza die Vorarbeit für seinen Teamkollegen Hondo geleistet und ihn bis 150 Meter vor dem Ziel in eine glänzende Ausgangsposition für das Finale des geschlossenen Feldes geführt. "Das war wieder perfekt, ich hoffe ich kann mich im Verlauf der Rundfahrt noch bei ihm revanchieren", bedankte sich Hondo.
Für Telekom-Sportdirektor Rudy Pevenage ist der Giro d?Italia schon jetzt ein voller Erfolg. "Mehr können wir nicht erwarten, aber mit diesen tollen Siegen fährt es sich jetzt noch leichter. Auch für Jan, der sich locker einrollen kann." Zufrieden war der Belgier auch mit dem Auftritt seines Kapitäns Ullrich, der wie Spitzenreiter Rik Verbrugghe (Belgien) und Italiens Radstar Marco Pantani im Feld ankam: "Jan geht es wieder besser, er ist gut durch die Etappe gekommen."
Schrecksekunde für Lotto
Eine Schrecksekunde hatte das Team Lotto zu überstehen, als "Leader" Verbrugghe rund 70 Kilometer vor dem Ziel zum Sturz kam, nach einem Radwechsel aber schnell wieder von seinen Teamkollegen an das Feld herangefahren wurde. Dagegen musste Jose de los Angels (Spanien) aufgrund seiner Sturzverletzungen vom Vortag aufgeben. Ullrich und Co., die es in den ersten Tagen ebenfalls mehrfach erwischt hatte, blieben diesmal von Zwischenfällen verschont.
Der vierten Etappe am Mittwoch sieht Ullrich mit gemischten Gefühlen entgegen. "Ich habe meine Erkältung zwar einigermaßen überstanden, aber bei der schweren Bergankunft, die uns erwartet, werde ich mich nicht übernehmen." Der Giro-Debütant rechnet damit, dass sein Rückstand im Ziel erheblich sein wird: "Ich werde sicher einiges an Zeit verlieren, aber das ist egal, mir ist nur wichtig, dass ich gut durchkomme und in der letzten Woche dann ein- oder zweimal vorne mitfahre."
Das vierte Teilstück führt über 169 km von Potenza nach Montevergine di Mercogliano, wobei die Fahrer einen 11,5 km langen Schlussanstieg auf 1.263 Meter Höhe (5,7 Prozent) zu bewältigen haben. Mit dem 820 Meter hohen Valico del Marmo steht auch schon auf der ersten Hälfte der Etappe eine Bergprüfung auf dem Programm.
ERGEBNISÜBERSICHT
Dritte Etappe über 149 km von Lucera nach Potenza:
1. Danilo Hondo (Cottbus/Telekom) 3:44:29 Stunden 2. Endrio Leoni (Italien) 3. Andrej Hauptman (Slowenien) 4. Massimo Strazzer 5. Davide Rebellin 6. Stefano Garzelli (alle Italien) 7. Mario Manzoni 8. Mariano Piccoli 9. Gabriele Missaglia 10. Giuseppe Di Grande alle gleiche Zeit
Gesamtklassement:
1. Rik Verbrugghe (Belgien) 12:46:54 Stunden 2. Dario Frigo (Italien) 0:09 Minuten zurück 3. Jan Hruska (Tschechien) 0:13 4. Gabriele Colombo (Italien) 0:18 5. Abraham Olano (Spanien) 0:19 6. Mariano Piccoli 0:22 7. Wladimir Belli (beide Italien) 0:26 8. Jose Azevedo (Portugal) 0:28 9. Wladimir Douma (Ukraine) 0:29 10. Ellis Rastelli (Italien) 0: 30 ... 15. Hondo 0:41 16. Pantani 0:49 25. Alberto Elli 1:07 45. Giovanni Lombardi 1:28 70. Giuseppe Guerini (alle Italien) 2:25 82. Ullrich 2:34
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