Tennis: Aus für Rittner und Seles: Huber in dritter Runde von Indian Wells
zuletzt aktualisiert: 10.03.2001 - 10:58Indian Wells (rpo). Anke Huber ist beim WTA-Turnier in die dritte Runde eingezogen. Für die Deutsche war es, bei ihrem ersten Freiluft-Auftritt seit ihrer Handgelenk-Verletzung vor einem halben Jahr allerdings eine mächtige Quälerei, bis sie das Match gewonnen hatte.
98 Minuten harten Kampfes waren in der Nacht zum Samstag vonnöten, ehe sie sich in der zweiten Runde gegen die ungesetzte Amerikanerin Sandra Cacic mit 7:5, 7:5 durchsetzen konnte. "Das war wirklich ein hartes Stück Arbeit", räumte Huber dann auch ein und freute sich darüber, nun "wenigstens schon weiter als letztes Jahr" zu sein. Vor zwölf Monaten musste sie nach dem ersten Match ihre Sachen packen.
Diesmal darf die Karlsdorferin in der Nacht zum Montag im Achtelfinale gegen die Gewinnerin des Duells Tamarine Tanasugarn (Thailand) - Miroslava Vavrinec (Schweiz) antreten. Zuvor jedoch muss die zweite noch im Turnier stehende Deutsche ihr Können unter Beweis stellen. Jana Kandarr (Heidelberg) trifft in ihrem Zweitrunden-Match auf die Argentinierin Paola Suarez (Argentinien). Barbara Rittner (Leverkusen) unterlag hingegen der Belgierin Justine Henin mit 3:6, 4:6 und verabschiedete sich aus der kalifornischen Wüste ebenso wie wie die als Nummer vier gesetzte Amerikanerin Monica Seles sowie die Nummer fünf Conchita Martinez (Spanien).
Seles unterlag in ihrem ersten Spiel der Italienerin Tathiana Garbin mit 6:7 (6:8), 6:3, 4:6. "Ich bin mächtig frustriert", gestand die neunmalige Grand- Slam-Gewinnerin. Die Russin Jelena Bowina setzte derweil das Stoppzeichen für Martinez, die sie mit zwei Mal 6:4 bezwang. Die anderen Favoritinnen gewannen im Schongang. Martina Hingis (Schweiz) als Weltranglistenerste setzte sich gegen Kveta Hrdlickova (Tschechien) mit 7:5, 6:0 durch. Die an Nummer zwei gesetzte Titelverteidigerin Lindsay Davenport fertigte Nicole Pratt (Australien) mit 6:2, 6:1 ab. Ihre US-Landsfrau Venus Williams (3) fegte die Französin Sarah Pitkowski mit 6:0, 6:1 vom Court.
Von einem derart deutlichen Resultat war Huber in ihrem ersten Duell überhaupt gegen Cacic um Welten entfernt. Das Spiel gegen die stämmige Rechtshänderin stand die gesamte Zeit auf des Messers Schneide. Im ersten Satz glückte ihr bei einer 5:4-Führung und eigenem Aufschlag nicht ein Punkt, so dass sie statt des Satzgewinns den Ausgleich kassierte. Noch schlimmer kam es im zweiten Satz, in dem sie schon mit 1:4 zurücklag, dann aber wieder mit 5:4 in Front zog und erneut bei eigenem Aufschlag ein Break hinnehmen musste.
"Ich war mir das ganze Zeit sicher, dass ich gewinnen würde. Allerdings lief vieles noch nicht so rund, und ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange brauchen würde", sagte Huber. Nach ihrer fünfmonatigen Verletzungspause wegen eines Sehnenscheiden-Einrisses und Bänderrisses am rechten äußeren Handgelenk fühle sie sich jetzt wieder topfit. Das hätten ihre ersten beiden Hallen-Turniere im Februar in Paris und Nizza gezeigt, wo sie erst im Finale beziehungsweise Halbfinale jeweils der Französin Amelie Maurismo unterlegen war. "Ich glaube, die Pause hat mir sehr gut getan. Ich bin jetzt wieder richtig heiß auf Turniere", betonte Huber.
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