Weingärtner und Kiefer ausgeschieden: Huber und Haas weiter
zuletzt aktualisiert: 16.08.2001 - 15:05Washington/Torono (rpo). Mit Anke Huber und Thomas Haas haben gleich zwei deutsche Tennisprofis das Achtelfinale bei den Turnieren in Toronto und Washington erreicht.
Der an Nummer drei gesetzte Haas erreichte beim ATP-Turnier in Washington als Nummer drei der Setzliste durch ein 6:3, 6:2 gegen den tschechischen Qualifikanten Tomas Zib die dritte Runde, in der er am Donnerstag auf den Franzosen Jerome Golmard traf. Bei den Canadian Open der Damen in Toronto besiegte Anke Huber die Australierin Evie Dominikovic mit 7:6 (7:3), 6:1 und traf ebenfalls am Donnerstag auf die Französin Amelie Mauresmo.
Dagegen bleibt Nicolas Kiefer glücklos. Der 24-Jährige scheiterte in Washington als Nummer acht der Setzliste in seinem ersten Match mit 6:3, 3:6, 2:6 an US-Altmeister Michael Chang und verpasste damit die Chance, in der US-Hauptstadt zum dritten Mal hintereinander ins Halbfinale einzuziehen. Ebenso wie Kiefer bot auch Marlene Weingärtner beim 6:4, 3:6, 5:7 gegen Jennifer Hopkins (USA) in Toronto wenigstens im ersten Satz eine gute Leistung.
Probleme ganz anderer Art hatte Titelverteidiger Gustavo Kuerten in Indianapolis. Dem Brasilianer wurde vor dem Match gegen den Israeli Noam Okun in der Kabine einer seiner drei Schläger gestohlen. "Ich weiß genau, dass ich ihn unter ein Handtuch gelegt hatte", berichtete Kuerten, der das Match trotzdem mühelos mit 6:4, 6:3 gewann: "Ich dachte, mein Coach Larri Passos hätte ihn zum Bespannen gebracht, aber das war ein Irrtum. Wahrscheinlich wird das Racket mittlerweile schon bei Ebay angeboten." In dem renommierten Internet-Auktionshaus würde der Schläger des weltbesten Tennisspielers vermutlich einen guten Preis erzielen.
Dem sonst so fröhlichen Guga hatte der Verlust seines Arbeitsgerätes jedenfalls die Stimmung gründlich verdorben. "Wenn ich meinen Ausrüster anrufe, schickt er mir noch heute zehn neue Rackets", erklärte der Brasilianer: "Ich brauche aber mindestens einen Monat, um einen Schläger hundertprozentig einzuspielen, deshalb würde mir das nicht weiterhelfen. Ich verstehe solche Leute nicht, ich nehme ja auch kein brasilianisches Fußballtrikot mit, nur, weil es zufällig irgendwo in der Kabine rumliegt."
Andre Agassis Ausrüstung ist derzeit offenbar nicht so gefragt, und der werdende Vater hatte dafür auch gleich eine Erklärung parat. "Wenn man zweimal hintereinander in der ersten Runde verliert, ist man schnell out", sagte er nach seinem 6:3, 6:4 gegen Wayne Black (Simbabwe) in Washington. Zuletzt hatte der Lebensgefährte von Steffi Graf in Montreal und Cincinnati jeweils sein Auftaktmatch verloren.
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