WTA-Turnier in Filderstadt: Hubers letztes "Heimspiel" endet im Viertelfinale
zuletzt aktualisiert: 12.10.2001 - 18:04Filderstadt (rpo). Anke Hubers letztes Heimspiel in Filderstadt endete im Viertelfinale. Die 26 Jahre alte Karlsdorferin verlor auf ihrer Abschiedstournee gegen die belgische Wimbledon-Finalistin Justine Henin nach großem Kampf 7:6 (7:4), 2:6, 5:7, ließ sich bei ihrem letzten Auftritt vor den Toren Stuttgarts aber dennoch von den 3.000 Fans feiern.
Huber, der von Turnier-Veranstalter Dieter Fischer zum Abschied eine Micky-Maus-Figur in Lebensgröße überreicht wurde, war insgesamt zwölf Mal in Filderstadt angetreten und hatte 1991 und 1994 gewonnen. Nach den Australian Open im Januar will Huber ihre Karriere beenden.
Überraschend ausgeschieden ist auch Jennifer Capriati. Die an Nummer zwei gesetzte Amerikanerin verlor gegen die Französin Sandrine Testud 6:2, 3:6, 3:6 und kann damit die Schweizerin Martina Hingis in Filderstadt nicht mehr von der Spitze der Weltrangliste verdrängen. Testud trifft im Halbfinale auf Henin.
Huber überzeugte wie schon gegen French-Open-Finalistin Clijsters zunächst auf der ganzen Linie. Die beste deutsche Tennis-Spielerin spielte konzentriert und leistete sich kaum Fehler. Im ersten Satz behielt sie im Tiebreak die Nerven, nachdem sie zuvor ihren Aufschlag zum möglichen 7:5 abgegeben hatte. Im zweiten Satz kassierte die Deutsche nach Henins Break zum 3:2 den Faden und fand erst im Schlusssatz wieder zu ihrem Spiel.
Dort nahm sie der an Nummer sechs gesetzten Belgierin beim Stande von 3:2 den Aufschlag ab, kassierte aber sofort wieder das Rebreak und verlor auch ihr Service zum 5:6. Henin verwandelte nach 2:09 Stunden ihren zweiten Matchball zum Sieg.
Eine mögliche Finalgegnerin der Belgierin ist Martina Hingis. Die Schweizerin, die das Turnier in Filderstadt bereits viermal gewann, ist seit dem 22. Mai 2000 ohne Unterbrechung die Nummer eins im Damen-Tennis. Insgesamt führt die 21-Jährige die Weltrangliste seit 209 Wochen an. Hingis spielte am Freitagnachmittag im Viertelfinale gegen die Russin Tatjana Panowa.
Jennifer Capriati schien sportlich und privat schon in jungen Jahren am Ende. Die Olympiasiegerin von Barcelona 1992 (im Finale gegen Steffi Graf) konnte den schnellen Ruhm allerdings nicht verkraften. Nach zahlreichen Drogen-Affären war an ein Comeback in keinster Weise zu denken. Doch "Jenny Baby" bekam ihr Leben wieder in den Griff, damit kehrte auch der sportliche Erfolg zurück.
Dieses Jahr gewann Capriati die Grand-Slam-Turniere in Melbourne und Paris. In Wimbledon verlor sie im Halbfinale gegen Justine Henin, bei den US Open in New York scheiterte sie ebenfalls in der Vorschlussrunde an der späteren Turniersiegerin Venus Williams (USA).
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