Stars verzichten aufs Stechen: Huck gewinnt zweite Derby-Qualifikation
zuletzt aktualisiert: 25.05.2001 - 19:50Hamburg (rpo). Karsten Huck hat die zweite Qualifikation für das Deutsche Spring-Derby in Hamburg gewonnen. Der Reiter aus dem schleswig-holsteinischen Borstel gewann im Sattel von Faro vor Christian Ahlmann mit Satan du Tremblay und Sönke Kohrock mit Lucky Luke.
Der Routinier hängte den Nachwuchs ab: Der 55-jährige Karsten Huck gewann am Freitag mit Faro die zweite Qualifikation für das Deutsche Spring-Derby in Hamburg. Der Reiter aus dem schleswig-holsteinischen Borstel setzte sich vor Christian Ahlmann (Marl) mit Satan du Tremblay und Sönke Kohrock (Richelsdorf) mit Lucky Luke durch. Beim zeitgleichen Turnier in München gewann mit Heinrich-Wilhelm Johannsmann (Gütersloh) ein anderer Routinier das wichtigste Springen des Freitags.
Ein wenig geschmälert wurde der Sieg von Huck durch den Verzicht von fünf Reitern, die nicht zum Stechen antraten, darunter die Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck), Otto Becker (Mühlen) und Franke Sloothaak (Borgholzhausen). Die Stars wollten ihre Pferde nach dem schweren Normalparcours für Sonntag schonen. "Das Pferd braucht Ruhe", begründete Sloothaak die Pause für Landdame. Die Gefahr der Überbeanspruchung sei zu groß. Das Deutsche Spring-Derby mit seinen Naturhindernissen gilt als das schwerste Springen der Welt und ist mit 210 000 Mark dotiert. Zudem ist das Derby zweite Station der Riders Tour, die mit 1,32 Millionen Mark ausgeschrieben ist.
Huck strahlte dennoch. Der Altmeister blieb mit seinem zwölfjährigen Wallach ohne Fehler und ritt schneller als der 24- jährige Ahlmann und der 21-jährige Kohrock. Am Sonntag beim Spring- Derby will Huck seine Abschiedsvorstellung geben und sich anschließend vom großen Sport zurückziehen. Sein Siegerpferd bekommt dann Björn Nagel (Friedrichskoog), der in Hamburg auf Platz sechs landete. "Das Pferd kann mehr springen, als ich noch reiten kann", sagte Huck lachend. Vorher will er aber beim Derby noch einmal angreifen: "Das wäre doch ein schöner Abschluss." Gescheitert in der Qualifikation ist der Brite Michael Whitaker.
Beim Turnier in Rom patzten derweil die deutschen Reiter. Die Mannschaft schied beim Nationen-Preis bereits nach dem ersten Umlauf aus. Nachdem Ralf Schneider (Wetter) auf Grund von zwei Verweigerungen seines Pferdes Chopin aufgeben musste und Gilbert Böckmann (Lastrup/Bella Donna) und Thomas Schepers (Iserlohn/Power) zusammen 38 Fehlerpunkte gesammelt hatten, verzichtete Heinrich Hermann Engemann (Bissendorf) auf seinen Ritt. Es gewann Frankreich mit 12 Fehlerpunkten vor der Schweiz (16) und Italien (20).
Beim weniger gut besetzten Reitturnier "Pferd International" in München gewann Johannsmann das schwerste S-Springen. Am zweiten Turniertag bewältigte der Gütersloher den Parcours auf seinem rheinländischen Hengst Potsdam mit einem fehlerfreien Ritt in 71,80 Sekunden. Hugo Simon (Österreich) auf seinem Erfolgspferd E.T. musste sich nach einem ebenfalls fehlerfreien Ritt in 75,79 Sekunden mit dem dritten Rang zufrieden geben. Den zweiten Platz sicherte sich der Brasilianer Bernado Alves auf Oberon (75,39).
Ergebnisse:
Zweites Qualifikation für das Deutsche Spring-Derby:
1. Karsten Huck (Borstel) mit Faro 0 Fehlerpunkte/38,80 Sekunden 2. Christian Ahlmann (Marl) Satan du Tremblay 0/38,19 3. Sönke Kohrock (Richelsdorf) Lucky Luke 0/38,82 4. Achaz von Buchwaldt (Hamburg) First Lady 0/40,42 5. Tim Stockdale (Großbritannien) Wiston Bridget 0/42,35 6. Björn Nagel (Friedrichskoog) Campesino 4/36,63 7. Rene Tebbel (Emsbüren) Kris Kentaur 4/38,49 8. Christian Straub (Schweiz) Chamberlain 8/40,10 - alle im Stechen
Zwei-Phasen-Springprüfung Klasse S:
1. Bernado Alves (Brasilien) mit Diva de Mauves 0 Fehlerpunkte/37,71 Sekunden 2. Marc Bettinger (Duisburg) mit Azek 0/38,92 3. Hugo Simon (Österreich) mit Explosiv 0/40,85 4. Andreas Brenner (Soest) mit Indigo 0/41,48 5. Heinrich-Wilhelm Johannsmann (Gütersloh) mit Prosario 0/41,63 6. Sebastian Numminen (Finnland) mit Sails Away 0/42,01 7. Andreas Knippling (Schwagsdorf) mit Dover 0/42,42 8. Thomas Weychert (Uffenheim) mit Beethoven 0/44,15
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











