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Düsseldorf
Huck verteidigt Box-Titel, Gutknecht notoperiert

Düsseldorf. Seine rechte Schlaghand ruhte bewegungslos vor ihm auf dem Tisch. Marco Huck versuchte immer wieder, die Finger zu bewegen, doch die Diagnose, die der Profiboxer selbst stellte, klang betrüblich. "Ich bin sicher, dass die Hand gebrochen ist", sagte der 32-Jährige. Dass der Cruisergerwichts-Weltmeister des wenig bedeutenden Weltverbands IBO dennoch lachen konnte, lag am Ergebnis. Trotz der in Runde vier erlittenen Blessur hatte sich der Titelverteidiger in Hannover zum Punktsieg (119:109, 117:111, 117:111) gegen den ukrainischen Europameister Dmitro Kutscher durchgebissen.

Nach seinem Kampf um den internationalen WBA-Titel, der zur Einstufung in die Weltrangliste dient, musste Ex-Europameister Eduard Gutknecht (34) in der Nacht zum Samstag wegen Gehirnblutungen notoperiert werden. Der in Kasachstan geborene Supermittelgewichtler aus Gifhorn hatte den Fight gegen den Briten George Groves einstimmig nach Punkten verloren. In der Kabine sei Gutknecht kollabiert, berichtete Thomas Pütz am Rande des Huck-Kampfes. Der Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer war von Robert W. Smith, Generalsekretär des britischen Verbandes (BBBofC), informiert worden. Gutknecht sei nach der Operation in ein künstliches Koma versetzt worden, aus dem er in den nächsten Tagen erwachen solle.

(dpa)
 
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