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Berlin
Ibisevic verlängert Vertrag in Berlin bis Juni 2019

Berlin. Mit seinen Treffern ist der Knipser aus Bosnien ein Garant für die glänzende Bilanz des Bundesliga-Dritten.

Das Zuckerstück hatte sich Michael Preetz für den letzten Teil der Hertha-Mitgliederversammlung aufgehoben. "Vedad war nochmal bei mir auf der Geschäftsstelle", erklärte der Manager des Berliner Fußball-Bundesligisten mit einem Lächeln - und die 1234 Mitglieder wussten Bescheid. Torjäger Ibisevic wird zwei weitere Jahre bleiben. Mit der Weiterverpflichtung des 32 Jahre alten Torjägers setzte Preetz ein klares Zeichen: "Wir wollen uns oben einnisten", erklärte der Manager überraschend mutig.

Der derzeitige Überraschungsclub will in der näheren und weiteren Zukunft intensiv daran arbeiten, dass der derzeitige dritte Platz in der Bundesliga zu einem Dauerzustand werden kann. In der Vorsaison wurde der Personalaufwand auf 46 Millionen Euro aufgestockt. Dafür nahm der im kommenden Jahr 125 Jahre alt werdende Club auch ein finanzielles Minus von 7,8 Millionen Euro in Kauf. Mit dem neuen Vertrag für Ibisevic bis 2019 stößt Hertha wirtschaftlich weiter in neue Regionen vor. Bisher hatte der ehemalige Ibisevic-Club VfB Stuttgart noch mehr als die Hälfte des auf drei Millionen Euro geschätzten Stürmer-Gehalts bezahlt .

Ibisevic war 2015 vom VfB Stuttgart nach Berlin gekommen und hatte am Sonntag beim 2:1-Sieg von Hertha gegen Mainz seine Bundesliga-Treffer 99 und 100 erzielt - und danach Gelb-Rot gesehen. Mit acht Saisontreffern ist der Knipser ein Garant für die glänzende Bilanz von 24 Punkten aus zwölf Spielen. "Er schießt nicht nur die Tore, sondern die Siegtore", betonte Hertha-Trainer Pal Dardai: "Es ist gut, dass Vedad die Tore macht, aber die Mannschaft tut auch eine Menge dafür."

Schon mit der langfristigen Vertragsverlängerung von Zukunftsspielern wie Mitchell Weiser, Marvin Plattenhardt und John Anthony Brooks sowie von erfahrenen Leistungsträgern wie Per Skjelbred, Fabian Lustenberger und nun auch Ibisevic demonstrierte Hertha den Willen, sich als Spitzenclub zu etablieren. Schon in der Vorsaison hatte das sportliche Auftreten zu höheren Punkt- und Pokalprämien geführt. Der Gesamtaufwand stieg um 6,9 Millionen auf 103 Millionen Euro bei Einnahmen von 95,2 Millionen.

Hertha sieht sich trotz des Verlustes wirtschaftlich auf einem gutem Weg. Seit dem Einstieg von Investor KKR 2014 hat sich die Finanzlage stark verbessert. Der Verein hat nach wie vor keine Finanzschulden bei Banken. Durch den neuen TV-Vertrag ab der Spielzeit 2017/18 rechnet Hertha mit 20 Millionen Euro mehr pro Saison (aktuell: 30,1 Millionen Euro). Zudem treibt der Club den möglichen Neubau einer reinen Fußballarena voran.

(dpa)
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