Tennis: Neues Theater um Jelena Dokic und ihren Vater: Ihrer Meinung nach ist die Auslosung manipuliert worden
zuletzt aktualisiert: 19.01.2000Melbourne (dpa). Die australische Tennisspielerin Jelena Dokic und ihr Vater Damir haben bei den Australian Open in Melbourne für einen Skandal gesorgt. Die 16-Jährige behauptete in einem Zeitungsinterview, ihre Auslosungen bei den Turnieren seien manipuliert. "Die sagen zwar, sie ziehen sie aus dem Hut, aber das kann ich nicht glauben", sagte die Spielerin, die im vergangenen Jahr mit ihrem sensationellen Erstrundensieg über die Weltranglisten-Erste Martina Hingis (Schweiz) in Wimbledon für Aufsehen gesorgt hatte. Beweise für ihre Anschuldigungen konnte die in Serbien geborene Jelena Dokic nicht liefern.
Im vergangenen Jahr war ihr Vater in die Schlagzeilen geraten, als er bei einem Turnier in Birmingham die Offiziellen als "Nazis" beschimpft hatte und von der Polizei in eine Ausnüchterungszelle gesteckt worden war. Am Mittwoch sorgte er in Melbourne wieder für Aufsehen. Einem filmenden Kamerateam entriss der 40-Jährige ein Mikrofon und war auch nach gutem Zureden nicht bereit, es herauszurücken. Dann bot er den Fernsehleuten gar 500 Dollar für das Band an, das ihn beim Entwenden des Mikrofons zeigte. Erst nach Intervention der Polizei gab Dokic das Mikrofon zurück.
Seine Tochter Jelena hatte sich in Melbourne auch keine Freunde geschaffen, als sie statt einer Pressekonferenz nach der Niederlage gegen Rita Kuti Kis eine Stellungnahme verlas, in der sie erklärte, ihre ungarische Gegnerin sei nie eine Tennisspielerin gewesen und werde vermutlich auch nie eine werden.
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