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Southampton
Im englischen Fußball gerät der nächste Trainer ins Visier

Southampton. Der Wirbel im englischen Fußball um verbotene Schmiergeldzahlungen geht weiter. Nach dem Sturz von Englands Teammanager Sam Allardayce und Verdachtsmomenten gegen weitere Funktionäre gerät auch ein Verantwortlicher aus der Premier League in den Blickpunkt: Assistenztrainer Eric Black vom FC Southampton. Black wurde von der englischen Tageszeitung "Daily Telegraph" mit versteckter Kamera dabei gefilmt, wie er einer angeblichen Spielervermittlerin Tipps gab, wie sie durch Bestechung unterklassige Fußballer unter Vertrag nehmen kann.

Der Klub erklärte in einer Stellungnahme, dass er von der Zeitung bereits alle Black betreffenden Unterlagen angefragt habe, dies aber abgelehnt worden sei. Southampton betonte darüber hinaus, mit dem englischen Verband und der Liga eng zusammenzuarbeiten.

Zuvor hatte es weitere Enthüllungen gegeben. Die Queens Park Rangers haben gegen Trainer und Ex-Stürmerstar Jimmy Floyd Hasselbaink Untersuchungen eingeleitet, der FC Barnsley hat seinen Assistenzcoach Tommy Wright bis auf Weiteres suspendiert, und bei Ex-Meister Leeds United muss sich Vereinsbesitzer Massimo Cellino gegen Vorwürfe wegen Beihilfe zur Umgehung von Transferbestimmungen zur Wehr setzen.

Alle drei hatten in Gesprächen mit verdeckt arbeitenden Reportern des "Daily Telegraph" entweder unlautere Angebote für eine Zusammenarbeit gegen Honorare in bis zu mittlerer fünfstelliger Höhe angenommen oder Tipps zur Aushebelung des Verbots von Dritteigentümerschaften an Spielern gegeben. Hasselbaink, Wright und Cellino wiesen die Anschuldigungen zurück.

Der am Dienstag zurückgetretene englische Teammanager Allardyce war im August bei einem Gespräch mit Reportern der englischen Zeitung, die sich als Investoren ausgegeben hatten, gefilmt worden. Der Coach soll in der Unterhaltung gesagt haben, dass es möglich sei, die Regularien des englischen Verbandes FA bezüglich der Dritteigentümer-Verträge zu umgehen. Der Weltverband Fifa und die FA haben diese Praxis verboten, die es Dritten erlaubte, die Transfer-Rechte an Spielern zu halten.

Unterdessen hat Arsenals Manager Arsène Wenger zartes Interesse an der Nachfolge von Allardyce als Trainer der Nationalmannschaft angemeldet. Der Franzose Wenger ist seit 20 Jahren Coachvon Arsenal.

(sid/dpa)
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