Zusammenarbeit mit Wada: Interpol jagt ab jetzt Dopingsünder
zuletzt aktualisiert: 24.11.2008 - 11:20Montreal (RPO). Interpol unterstützt ab sofort die weltweite Jagd nach Dopingsündern. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada und die internationale Polizei-Organisation haben nach mehrmonatigen Gesprächen eine Zusammenarbeit vereinbart.
Diese bezieht sich auf die Bereiche Beweismittel-Sammlung und Informationsaustausch. Bereits zuvor hatte Frankreich der WADA die Installierung eines Verbindungsmannes im Interpol-Hauptquartier im französischen Lyon angeboten.
"Das ist ein wichtiger Schritt nach vorne. Organisationen wie Interpol besitzen Mittel zur Bekämpfung von Doping, die dem Sport nicht zur Verfügung stehen. Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass der Einsatz von Regierungen und der Informationsaustausch zwischen offiziellen Behörden und Organisationen sowie den Anti-Doping-Agenturen enorm wichtig ist, wenn es um die Aufdeckung von Dopingvergehen geht, die nicht durch die normalen Testverfahren entdeckt worden wären", erklärte der australische WADA-Chef John Fahey nach der Unterzeichnung des Abkommens mit der weltweit operierenden Polizei-Organisation.
Die Kooperation mit Interpol ist Teil einer neuen WADA-Strategie. Fahey und seine Mitstreiter versprechen sich von der Einbindung von Regierungen und anderen offiziellen Stellen größere Erfolgsaussichten in der Doping-Bekämpfung.
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