Nach dem Vorschlag von Ruben Acosta: IOC-Mitglied Baar: Keine Spiele auf "Platz des himmlischen Friedens"
zuletzt aktualisiert: 06.08.2001 - 16:53Berlin (rpo). Das deutsche IOC-Mitglied Roland Baar hat mit großem Unverständnis darauf reagiert, dass der olympische Beachvolleyball-Wettbewerb 2008 auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" ausgetragen werden soll. Baar nannte die Idee "extrem unsensibel".
Der Vorschlag war vom Mexikaner Ruben Acosta, Präsident des Weltverbandes FIVB, am Wochenende am Rande der Beachvolleyball-Weltmeisterschaften in Klagenfurt gekommen.
"Ich verstehe nicht, weshalb dieser Wettbewerb unbedingt dort stattfinden soll", sagte das deutsche Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und ergänzte: "Glücklicherweise ist dies eine Entscheidung, die nicht allein der Weltverband zu treffen hat." Der 36-Jährige zeigte sich zuversichtlich, dass das die IOC-Exekutive bei der Bestimmung des Austragungsorts des Beachvolleyball-Wettbewerbs eine "sensible Entscheidung treffen wird".
Acosta verteidigt die Idee
Acosta verteidigte seinen Vorschlag mit den Worten: "Nicht die Chinesen, sondern wir wollen auf dem Tianmen-Platz spielen. Wir wollen den Chinesen einen anderen Weg zeigen und eine Brücke der Kommunikation schlagen." Die IOC-Bewertungskommission hatte nach ihrem Besuch von Peking dem "Platz des Himmlischen Friedens" als Austragungsort dieses Wettbewerbs "aus logistischen Gründen" eine Absage erteilt. Das kommunistische Regime hatte auf diesem Platz 1989 die Demokratiebewegung im Land blutig niedergeschlagen.
Bei der IOC-Session in Moskau, auf der Peking am 13. Juli den Zuschlag für die Spiele 2008 erhalten hatte, war das Thema dieses Austragungsorts bei der Präsentation Pekings von Baar schon einmal thematisiert worden. Darauf war ihm von einem Mitglied des Bewerbungskomitees geantwortet worden, dass es verschiedene Austragungsmöglichkeiten geben würde.
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