Gegen Sportarzt läuft Prozess: Italienischer Radsportverband verbannt Ferrari
zuletzt aktualisiert: 14.02.2002 - 16:34Rom (rpo). Nach der "Beichte" von Radprofi Filippo Simeoni hat der italienische Radsportverband FIC den skandalumwitterten "Doping-Professor" Michele Ferrari, gegen den in Bologna ein Prozess läuft, verbannt.
Die Disziplinarkommission will in Zukunft Radsportler, die sich weiterhin von Ferrari behandeln lassen, mit einer Geldstrafe belegen.
Damit folgte die Disziplinarkommission dem Rat von Giacomo Aiello, dem Anti-Doping-Ermittler des nationalen olympischen Verbandes Coni, der für Maßnahmen gegen "Ferrari-Patienten" aus dem Radsportlager plädiert hatte.
Ferrari, ein Gefolgsmann des bekannten Sportmediziners Professor Francesco Conconi, ist diese Woche erneut unter Druck geraten, nachdem der Radprofi Filippo Simeoni als erster Radsportler vor Gericht zugegeben hatte, dass ihm der bekannte Arzt Wachstumshormone und Epo verschrieben hatte.
Ferrari wird zusammen mit weiteren 15 Medizinern und Apothekern beschuldigt, bekannten Sportlern gesundheitsschädliche Substanzen verschrieben und verkauft zu haben. Eine Reihe namhafter Radstars aus Italien und dem Ausland sollen demnächst vor dem Gericht in Bologna aussagen. Die Gerichtsverhandlungen werden am 20. Februar mit der Vernehmung des früheren Telekom-Akteurs Alberto Elli fortgesetzt.
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