Stevensons Powertennis war einfach zu stark: Jennifer Capriati in Filderstadt bereits ausgeschieden
zuletzt aktualisiert: 09.10.2002 - 21:17Filderstadt (rpo). Beim WTA-Turnier in Filderstadt hat es bereits eine erste faustdicke Überraschung gegeben. Jennifer Capriati muss schon nach ihrem Achtelfinal-Auftritt die Koffer packen. Die Amerikanerin unterlag ihrer Landsfrau Alexandra Stevenson in einem dramatischen Match.
Anschließend setzte sich die an Nummer zwei gesetzte Vorjahressiegerin Lindsay Davenport (USA) standesgemäß gegen Anna Smashnova (Israel) mit 6:4 und 6:3 durch.
Die 21 Jahre alte Stevenson machte vor allem im ersten Satz mit gutem Aufschlag viel Druck und nagelte die Olympiasiegerin von 1992 und Nummer drei der Weltrangliste an der Grundlinie fest. "Gegen Jennifer muss man Power-Tennis spielen, das habe ich gut gemacht", erklärte die 35. der Weltrangliste ihr Erfolgsrezept.
Nach insgesamt 2:10 Stunden Spielzeit nutzte Stevenson den ersten Matchball. Im Viertelfinale des mit 625.000 Dollar dotierten Turniers trifft sie am Donnerstag (ab 13.00 Uhr/live im DSF) auf Daniela Hantuchova. Die an Nummer acht gesetzte Slowakin bezwang Barbara Schett aus Österreich 7:5, 6:1. Hantuchova und die Belgierin Kim Clijsters haben in Filderstadt als Spielerinnen Nummer 9 und 10 das Ticket für die Teilnahme an den mit 3 Millionen Dollar dotierten WTA-Championships vom 6. bis 11. November in Los Angeles gebucht.
Jennifer Capriati fehlte bei ihrem ersten Auftritt seit dem Viertelfinal-Aus bei den US Open gegen Amelie Mauresmo Anfang September die Matchpraxis: "Das erste Spiel nach einer Pause ist immer besonders hart", entschuldigte sich die 26-Jährige, die bis dato erst einmal auf Stevenson getroffen (und dabei siegreich) war. "Sie hatte einen guten Aufschlag und spielte einige sehr gute Bälle", lobte Capriati ihre Bezwingerin zerknirscht.
Die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste, Martina Hingis aus der Schweiz, hat es in der nächsten Runde mit Jelena Dementiewa zu tun. Die Russin besiegte in der ersten Runde die Südafrikanerin Amanda Coetzer mit 6:3 und 6:0. Im Duell der Qualifikantinnen siegte die 17-jährige Schweizerin Myriam Casanova gegen die 12 Jahre ältere Lisa Raymond (USA) mit 1:6, 6:3 und 6:4.
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