ATP-Tunier in Halle: Johansson und Santoro im Finale
zuletzt aktualisiert: 16.06.2001 - 21:01Halle/Westfalen (rpo). Fabrice Santoro und Thomas Johansson heißen die diesjährigen Finalisten in Halle. Beide Spieler haben zum ersten Mal bei einem Rasentunier das Finale erreicht. Santoro besiegte im Halbfinale den an Nummer zwei eingestuften Patrick Rafter mit 7:5, 6:4. Johansson siegte gegen Jewgeny Kafelnikow mit 6:3, 5:7, 6:2.
Der 28 Jahre alte Fabrice Santoro, in Tahiti geboren und in London ansässig, brachte den zweimaligen US Open-Gewinner Rafter mit seinem unkonventionellen Spiel von einer Verlegenheit in die andere. "Nach dem Machtball habe ich geacht, ich träume", sagte er, "ich und ein Finale auf Gras, das ist eigentlich ein Widerspruch in sich." Der Franzose ist der einzige unter den Topspielern, die sowohl die Vorhand als auch die Rückhand beidhändig spielen.
Santoro, der in der Jahreswertung der ATP auf Platz 29 geführt wird, hatte im Viertelfinale den Essener Lars Burgsmüller als letzten deutschen Teilnehmer im Feld ausgeschaltet. Damit war bei der Generalprobe für das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon erstmals seit 1998 kein Deutscher mehr unter den letzten Vier vertreten.
Burgsmüller hatte in Halle als einziger von sechs gestarteten deutschen Profis die Runde der letzten Acht erreicht. Der Blondschopf war damit wie bereits bei den French Open bester deutscher Spieler und setzte seinen Aufstieg in der Weltrangliste weiter fort. Im Champions Race festigte er seinen Platz als drittbester deutscher Spieler nach Tommy Haas und Nicolas Kiefer, die wie Titelverteidiger David Prinosil bereits in der zweiten Runde ausschieden.
Bereits vor dem Schlusstag konnte Turnierchef Gerry Weber zufrieden Bilanz ziehen. Insgesamt kamen zur neunten Auflage des seit 1993 ausgetragenen Turniers rund 106.000 Zuschauer.
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