Golden League: Jones und Greene mit Auftaktsiegen
zuletzt aktualisiert: 29.06.2001 - 22:58Rom (rpo). Zum Auftakt der sieben Meetings umfassenden Golden League-Serie in Rom untermauerten die beiden Sprintstars Maurice Greene und Marion Jones ihre Ambitionen auf den mit 50 kg Gold gefüllten Jackpot.
Die dreimalige Olympiasiegerin Marion Jones siegte bei kühler Witterung in 10,96 Sekunden, verfehlte die Jahresbestzeit der Ukrainerin Shanna Pintusewitsch jedoch um drei Hundertstel. "Das war ein guter Start für mich", freute sich die 25- jährige Sprint-Queen, die vor der WM in Edmonton noch vier Starts in Europa absolvieren wird. "Bei den Titelkämpfen will ich dann Gold holen", meinte Jones.
Ihr männliches Pendant Greene setzte sich in 10,01 Sekunden durch. Danach absolvierte der Doppel-Olympiasieger humpelnd eine Ehrenrunde. "Ich hatte Probleme mit dem Knie, habe sie aber in den Griff bekommen", gab der 26-Jährige Entwarnung. Ganz glücklich konnte Greene trotzdem nicht sein. "Das Wetter war nicht optimal und mit dem Start war ich nicht zufrieden", meinte Greene. In der Vorwoche hatte er im Vorlauf der US-Meisterschaften in 9,90 Sekunden die Jahresweltbestzeit aufgestellt.
Für insgesamt sechs Saisonbestleistungen sorgten die Mittel- und Langstreckler. Stephanie Graf (Österreich) gewann die 800 m in 1:58,44 Minuten. Bei den Männer setzte der Schweizer Andre Bucher über die gleiche Distanz in 1:44,01 Minuten einen neuen Saisonrichtwert. Marokkos Lauf-Star Hicham El Guerrouj gewann die Meile in 3:44,95 Minuten. Über 1500 m der Frauen war die Rumänin Violeta Szekely in 4:00,92 Minuten nicht zu schlagen. Die selten gelaufenen 3000 m entschied die Russin Olga Jegorowa in 8:23,96 Minuten für sich. 5000- m-Olympiasiegerin Gabriela Szabo (Rumänien) landete in ihrem ersten Saisonrennen nur auf Platz fünf. Der Äthiopier Hailu Mekonnen rundete das Läufer-Festival mit seiner Jahresweltbestzeit von 12:58,57 Minuten über 5000 m ab.
Die deutschen Top-Athleten fehlten in Rom, da am Wochenende in Stuttgart die nationalen Titel vergeben werden. Einziger Starter des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) war Speerwerfer Peter Esenwein. Der Kornwestheimer belegte mit 77,04 m nur den siebten Rang. Anwärter auf den Gesamtsieg, für den Erfolge bei fünf der sieben Veranstaltungen in Rom, Paris (6. Juli), Oslo (13. Juli), Monte Carlo (20. Juli), Zürich (17. August), Brüssel (24. August) und Berlin (31. August) nötig sind, gibt es im DLV ohnehin nicht.
Im Vorjahr hatten Jones und Greene überraschend nicht am Jackpot partizipiert. Der dreimalige Weltmeister hatte zwar die erforderlichen fünf Siege verbucht, nach den Olympischen Spielen aber das Grand-Prix- Finale "geschwänzt" und damit sein Anrecht auf den Gold-Anteil verloren. In diesem Jahr ist mit dem Top-Duo wieder zu rechnen.
Männer
100 m: (0,5 m Rückenwind) 1. Maurice Greene 10,01 Sekunden, 2. Tim Montgomery (beide USA) 10,11, 3. Francis Obikwelu (Nigeria) 10, 19, 4. Bernard Williams (USA) 10,21
800 m: 1. Andre Bucher (Schweiz) 1:44,01 Minuten (Jahres-Weltbestzeit), 2. Juri Borsakowski (Russland) 1:44,02, 3. Glody Dube (Botswana) 1:44,62, 4. Hezekiel Sepeng (Südafrika) 1:44, 97, 5. William Yiampoy 1:45,18, 6. William Chirchir (beide Kenia) 1. 45,18, 7. Andrea Longo (Italien) 1:45,35
110 m Hürden: 1. Colin Jackson (Großbritannien) 13,37 Sekunden, 2. Dudley Dorival (Haiti) 13,38, 3. Shaun Bownes (Südafrika) 13,38, 4. Stanislavs Olijars (Lettland) 13,40, 5. Terrence Trammell (USA) 13,50
400 m Hürden: 1. James Carter (USA) 48,51 Sekunden, 2. Fabrizio Mori (Italien) 48,54, 3. Dai Tamesue (Japan) 48,78, 4. Christopher Rawlinson (Großbritannien) 48,96, 5. Hadi Soua?an Al-Somaily (Kasachstan) 48,99
Weitsprung: 1. Kevin Dilworth (USA) 8,06 m, 2. Hussein Taher Al-Sabee (Kasachstan) 7,99, 3. Oleksej Lukaschewitsch (Ukraine) 7, 97
Hammerwerfen: 1. Koji Murofushi (Japan) 79,50 m, 2. Nicola Vizzoni (Italien) 79,36, 3. Szymon Ziolkowski (Polen) 79,10, 4. Balazs Kiss (Ungarn) 77,55
Frauen
100 m: (0,1 m Rückenwind) 1. Marion Jones (USA 10,96 Sekunden, 2. Chandra Sturrup (Bahamas) 11,10, 3. Chryste Gaines (USA) 11,11, 4. Debbie Ferguson (Bahamas) 11,17, 5. Manuela Levorato (Italien) 11,23
800 m: 1. Stepanie Graf (Österreich) 1:58,44 (Jahres-Weltbestzeit) 2. Natalja Ziganowa 1:58,98, 3. Irina Mistjukewitsch (beide Russland) 1:59,42, 4. Fabiane dos Santos (Brasilien) 1:59,46, 5. Letitia Vriesde (Surinam) 1:59,55, 6. Faith Macharia (Kenia) 1:59,75, 7. Brigita Langerholc 2:59,86, 8. Jolanda Ceplak (beide Slowenien) 1:59,91
1.500 m: 1. Violeta Beclea-Szekely (Rumänien) 4:00,92 Minuten (Jahres-Weltbestzeit), 2. Gatalja Gorelowa (Russland) 4:01,84, 3. Suzy Favor-Hamilton (USA) 4:03,10, 4. Olga Neljubowa (Russland) 4: 03,24, 5. Hayley Parry-Tullett (Großbritannien) 4:04,23, 6. Julia Kosenkowa (Russland) 4:05,07, 7. Sabina Fischer (Schweiz) 4:05,60
3.000 m: 1. Olga Jegorowa 8:23,96 Minuten (Jahres-Weltbestzeit), 2. Jelena Zadoroschnaja 8:25,40, 3. Tatjana Tomaschowa (alle Russland) 8:25,56, 4. Gabriela Szabo (Rumänien) 8: 26,44, 5. Paula Radcliffe (Großbritannien) 8:26,97, 6. Daniela Jordanowa (Bulgarien) 8:30,65
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