Dritte Medaille für BDR-Team: Judith Arndt holt WM-Zeitfahr-Silber
zuletzt aktualisiert: 09.10.2003 - 13:44Hamilton (rpo). Nach den beiden Goldmedaillen zum Auftakt der Straßen-WM in Kanada durch Markus Fothen und Bianca Knöpfle hat Judith Arndt im vierten Wettbewerb Silber geholt. Die 27-jährige Leipzigerin musste sich im Zeitfahren über 20,5 km nur der Spanierin Joane Somarriba beugen.
Die Gerolsteiner-Profis Michael Rich und Uwe Peschel wollten die Medaillenjagd der deutschen Radsportler bei der Straßen-WM am Donnerstag fortsetzen: "Ich will endlich den Titel", sagte Rich, der beim Zeitfahren über 41 km im kanadischen Hamilton in die Fußstapfen von Jan Ullrich (2001) treten will. Sein Sieg im stark besetzten Grand Prix des Nations vor einiger Zeit stempelt ihn zu einem der Favoriten. Im Vorjahr hatte der Emmendinger sich mit Silber hinter dem Kolumbianer Santiago Botero (jetzt Telekom) begnügen müssen, der diesmal nicht am Start ist.
Am Mittwoch hatte die deutsche Meisterin Judith Arndt beim Kampf gegen die Uhr Silber und damit die dritte Medaille nach zweimal Gold für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) geholt. Nur 10, 78 Sekunden trennten die Leipzigerin vom Team Nürnberger nach 20,5 km von der spanischen Tour-Siegerin Joane Somarriba.
"Es war trotzdem ein guter Tag für mich", meinte die Olympiadritte von 1996 in der Verfolgung. "Immerhin bin ich schon das ganze Jahr im Einsatz, während sich Joane auf wenige Rennen konzentriert."
Pech hatte Hanka Kupfernagel (Werder). Die Olympiazweite im Straßenrennen wurde durch einen Defekt zurückgeworfen und landete mit neuem Hinterrad abgeschlagen nur auf dem 21. Platz. Allerdings fehlt es ihr nach Verletzungen und Krankheiten auch an Substanz, deshalb verzichtet sie nun auf den Start am Samstag auf der Straße.
"Wir können hier trotzdem mehr als zufrieden sein", zog BDR-Sportdirektor Burkhardt Bremer eine Zwischenbilanz. "Judith ist vielleicht ein bisschen zu langsam angegangen, aber Silber ist auch riesig." Zum Auftakt hatte es Zeitfahrsiege der deutschen Juniorenmeisterin Bianca Knöpfle (Donaueschingen) und durch Marcus Fothen (Kaarst) bei den U23 gegeben.
Weiter verschont bleiben die Titelkämpfe von Dopingfällen. 34 am Mittwochmorgen durchgeführte Blutkontrollen blieben negativ. Dabei waren Fahrer aus sieben Ländern kontrolliert worden.
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