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Vorstellung in Liverpool
Klopp ist "The Normal One"

Klopp beim FC Liverpool vorgestellt
Klopp beim FC Liverpool vorgestellt FOTO: dpa, gh
Liverpool/Düsseldorf. Schon nach den ersten Minuten der Pressekonferenz an der Anfield Road hatte der deutsche Trainer sämtliche englischen Fußballherzen auf seiner Seite. Mit dem Satz "I am the Normal One", hatte sich Jürgen Klopp bei der Vorstellung bei seinem neuen Verein FC Liverpool charakterisiert. Von Jessica Balleer

Klopp hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben bei dem Verein aus der Premier League und gezeigt, dass damit auch ein Stück deutscher Bodenständigkeit auf englische Fußballromantik trifft. Dass diese Liaison erfolgreich sein wird, bezweifeln derzeit wenige. Bei den englischen Fans ist er akzeptiert. Auch deutsche Fußball-Experten glauben daran, dass Klopp zum englischen Klub passt. Der ehemalige Nationalspieler und langjährige Liverpool-Profi Dietmar Hamann lobte auf Twitter Klopps "erfrischende Demut". Trainerlegende Ottmar Hitzfeld zeigte sich im Sky-Interview begeistert davon, dass er die Herausforderung "Premier League" angenommen hat. "Er übernimmt Liverpool zu einem Zeitpunkt, in dem die Mannschaft nicht gut dasteht, die Saison aber noch offen ist und man einiges gewinnen kann", sagte Hitzfeld. "Mit seiner emotionalen Art und Begeisterungsfähigkeit passt er zu 100 Prozent zu Liverpool." Hitzfeld rechne fest damit, dass der ehemalige BVB-Trainer die neue Mannschaft voranbringen kann.

Sein Debüt als Coach der "Reds" feiert Klopp bereits heute (13.45 Uhr) im Auswärtsspiel bei Tottenham Hotspur. Als Zehnter der Liga gilt es, den Anschluss an die drei Punkte entfernten Champions-League-Ränge nicht zu verlieren. Denn auch in England, das weiß Klopp genau, wird Erfolg in Punkten gemessen. Das zeichnete sich auf der Pressekonferenz ab, als früh die Frage nach Klopps Erfolgskonzept gestellt wurde. Der gebürtige Schwarzwälder bat um Zeit, denn Liverpool sei für ihn "vielleicht die größte Herausforderung im Weltfußball". Er weiß, dass Geduld in der Branche rar ist und kennt das Geschäft, das beweist auch das Fazit, das er nach seiner Zeit in Dortmund zog: "Es ist nicht wichtig, was die Leute denken, wenn du kommst, sondern was sie denken, wenn du gehst."

Quelle: RP
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