Tennis: ATP-Turnier in Halle: Kafelnikow für Schüttler zu stark - Tommy Haas enttäuschend
zuletzt aktualisiert: 13.06.2001 - 18:21Halle/Westfalen (rpo). Für die deutschen Tennisprofis Rainer Schüttler und Tommy Haas war das Achtelfinale des Tennis-Rasenturniers von Halle Endstation. Während der Bad Homburger Daviscupspieler bei dem mit einer Million Dollar dotierten ATP-Turnier erwartungsgemäß an dem favorisierten Russen Jewgeni Kafelnikow mit 4:6 und 4:6 scheiterte, verlor Haas etwas überraschend gegen den Franzosen Nicolas Escude mit 3:6, 4:6.
Der an Nummer acht gesetzte Haas unterlag am Mittwoch dem Franzosen Nicolas Escude mit 3:6, 4:6, Schüttler scheiterte am Russen Jewgeni Kafelnikow mit 4:6, 4:6. Zuvor verpasste French-Open-Finalist Alex Corretja (Spanien) bei seinem ersten Auftritt in Halle mit 0:6, 2:6 gegen Jerome Golmard (Frankreich) sang- und klanglos den Einzug in die Runde der letzten 16.
Daviscup-Spieler Haas fand nach seinem Auftaktsieg gegen den Weißrussen Max Mirnyi gegen Escude selten seinen Rhythmus und gab nach zwei Aufschlagverlusten den ersten Satz bereits nach 30 Minuten ab. Auch im zweiten Durchgang überzeugte der Franzose mit einer beeindruckenden Vorstellung und wies seinen Kontrahenten souverän in die Schranken. Escude nutzt gleich seinen ersten Matchball zum Sieg. Daviscup-Teamchef Carl-Uwe Steeb sagte zu der enttäuschenden Vorstellung seines Schützlings: «Ich habe das letzte Feuer in seinen Augen vermisst.» Haas wollte diese Kritik nicht weiter kommentieren und sagte lediglich: «Es gibt viele leichte Sachen zu sagen, wenn man außerhalb des Platzes steht.» Er habe sein Bestes gegeben und lediglich die «big points» nicht gemacht, betonte der Hamburger.
Schüttler, der erstmals die Runde der letzten 16 in Halle erreicht hat, stand nach gutem Beginn gegen den dreimaligen Finalisten auf verlorenem Posten. «Ich war sehr motiviert, aber wenn Kafelnikow einen Lauf hat, ist er sehr schwer zu schlagen. Er hat tierisch gut gespielt», befand Schüttler. Der Russe, der das Turnier 1997 und 1998 gewinnen konnte, nutzte die Konzentrationsschwächen von Schüttler, der viele leichte Fehler produzierte, mit seiner ganzen Routine aus und sicherte sich den Sieg in zwei Sätzen. «Insgesamt bin ich zufrieden, weil meine Leistung ganz in Ordnung war, darauf kann ich aufbauen», sagte der Deutsche, der im vergangenen Jahr in Wimbledon bis in die dritte Runde gekommen war.
Mit Nicolas Kiefer (Holzminden) gegen Jonas Björkman (Schweden), Titelverteidiger David Prinosil (Amberg) gegen den Schweizer Roger Federer und dem Essener Lars Burgsmüller gegen Golmard kämpfen am Donnerstag drei weitere Deutsche um den Einzug ins Viertelfinale.
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