Olympia: Nach Eiskunstlauf-Skandal: Kampfrichterin vermutet Intrige
zuletzt aktualisiert: 07.03.2002 - 20:40Paris (rpo). Die mittlerweile wegen des Paarlauf-Skandals bei den Winterspielen in Salt Lake City suspendierte französische Kampfrichterin Marie-Reine Le Gougne sieht sich als Opfer einer Intrige. "Ich wurde von einigen Top-Funktionären und den nordamerikanischen Medien reingelegt", sagte die Preisrichterin bei ihrem ersten offizillen Auftritt seit den Ereignissen in Salt Lake City.
Le Gougne forderte zugleich von der Internationalen Eishockey Union (ISU) ihre Wiedereinsetzung. "Ansonsten müssten alle neun Richter suspendiert werden. Es waren doch fünf, die für Russland stimmten, warum wurde nur ich suspendiert", sagte die Jurorin.
Zudem verteidigte sie ihre Entscheidung zu Gunsten der Russen Elena Bereschnaja und Anton Sicharulidse (Russland). "Sie hatten ein viel höheres technisches Niveau sowie ein viel kreativeres Programm als die Kanadier", sagte Le Gougne, der vorgeworfen wird, bei den Winterspielen unter Druck zu Gunsten der Russen entschieden zu haben.
Das ursprünglich zweitplatzierte kanadische Duo Jamie Sale/David Pelletier hatte nachträglich neben den russischen Olympiasiegern Paarlauf-Gold erhalten. Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte entschieden, die umstrittene Punktevergabe der französischen Preisrichterin aus der Wertung zu nehmen. Die ISU wird im April über die endgültigen Konsequenzen aus dem Skandal entscheiden.
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