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Manchester
Khedira zeigt Verständnis für Schweinsteigers Ausbootung

Manchester. Bastian Schweinsteiger ist vom englischen Rekordmeister Manchester United nicht für die Saison in der Europa League gemeldet worden. Das geht aus der offiziellen Kaderliste auf der Internetseite der Europäischen Fußball-Union (Uefa) hervor. Insgesamt gehören zehn Mittelfeldspieler zum 27-köpfigen Aufgebot. Nachdem der Weltmeister tags zuvor noch für das Aufgebot der Red Devils für die laufende Premier-League-Saison nominiert worden war, ist die Ausbootung ein weiterer Tiefschlag für den ehemaligen Nationalspieler. Trainer José Mourinho betonte zudem zuletzt, dass er auf Schweinsteigers Position derzeit fünf Spieler vor dem 32-Jährigen sehe.

Am 1. August hatte der ehemalige Nationalmannschaftskapitän seinen Spind bei Manchesters Profis räumen müssen und war zeitweise in die zweite Mannschaft versetzt worden. Unter Mourinho hat er noch kein Pflichtspiel absolviert. Dennoch hat Schweinsteiger, der 2015 von Bayern München kam, einen Wechsel innerhalb Europas wiederholt ausgeschlossen.

Nationalspieler Sami Khedira hat die Entwicklung bedauert. "Insgesamt finde ich die Situation schon schade, weil Bastian für mich ein Spieler ist, zu dem ich aufgeschaut habe", sagte der Profi des italienischen Meisters Juventus Turin der "Welt am Sonntag".

Khedira äußert aber auch Verständnis: "Andererseits muss man auch die Klubs verstehen. Fußball ist Business. Es gibt in unserer Branche keine Dankbarkeit. Wenn José Mourinho andere Pläne hat, muss man das akzeptieren." Für Khedira sei das ein "Warnschuss". "Ich möchte nie in die Situation kommen, dass ein Verein mich darum bittet zu gehen. Ein Spieler mit einer großen Karriere hat es nicht verdient, dass man ihm irgendwann sagt: ,Hey, verschwinde.'", sagte er.

Die Rekordablösesumme von 105 Millionen Euro, die ManUnited für Khediras ehemaligen Mannschaftskollegen Paul Pogba zahlte, hält der 29-Jährige für gerechtfertigt: "Der Markt ist zwar überhitzt. Aber wenn das Geld da ist, kann ich es als Verein auch investieren. Ich hätte für Pogba auch so viel Geld ausgegeben, zumal es ihn billiger gar nicht gab. Er gibt mit Leistung doch etwas zurück. Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmacht."

(sid)
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