Arag World Team Cup und Daviscup: Kiefer gibt seine Zusage
zuletzt aktualisiert: 30.01.2001 - 19:31Düsseldorf (sid). Nicolas Kiefer spielt nach einjähriger Unterbrechung wieder für Deutschland um die Tennis-Mannschafts-WM vom 20. bis 26. Mai im Düsseldorfer Rochusclub. Gleichzeitig wurde der 23 Jahre alte Hannoveraner, der bei den Australian Open nach hartem Fünf-Satz-Match in der zweiten Runde gegen den Russen Jewgeny Kafelnikow verloren hatte, am Dienstag vom Deutschen Tennis Bund (DTB) für das Daviscup-Erstrundenmatch am 11. Februar in Braunschweig gegen Rumänien nominiert. Wie erwartet wurden als zweiter Einzelspieler Tommy Haas, für das Doppel David Prinosil und Marc-Kevin Goellner berufen.
"Mit diesem Team können wir in Bestbesetzung antreten und dürfen auf einen Sieg hoffen", meinte Teamkapitän Carl-Uwe Steeb. Er hob die Stärken von Haas, Kiefer und Prinosil im Einzel hervor und bezeichnete Goellner als hervorragenden Doppelspieler. Haas hatte zu Jahresbeginn in Adelaide gesiegt, Prinosil in Melbourne das Doppel-Finale erreicht. Der Amberger absolvierte zusammen mit Goellner schon vier Daviscup-Spiele, siegte dabei drei Mal - auch 1999 beim deutschen 4:1-Erfolg im Playoff um den Klassenerhalt gegen Rumänien. Das Team vom Balkan tritt diesmal an mit Andrei Pavel, Adrian Voinea, Gabriel Trifu und Razvan Sabau.
Bei seiner Zusage für Düsseldorf teilte Kiefer Turnierdirektor Horst Klosterkemper mit: "Ich spiele gerne wieder für Deutschland." Kiefer tritt zum dritten Mal bei dem mit 1,9 Millionen Dollar dotierten Turnier an. Bei seinem ersten Auftritt 1998 gewann er die Trophäe mit Tommy Haas und dem Doppel Boris Becker/David Prinosil nach einem 3:0-Finalerfolg gegen Tschechien. Es war Deutschlands dritter und bislang letzter Sieg nach 1989 (mit Boris Becker) und 1994 (mit Michael Stich).
Fraglich ist derzeit noch, ob Deutschland eine Wildcard zur WM-Teilnahme benötigt oder zu den sieben direkt qualifizierten Teams gehören wird. Auf der Qualifikations-Rangliste steht Deutschland hinter Russland, den USA, Schweden, Australien, Spanien, Frankreich und Argentinien derzeit auf Platz acht.
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