Zweisatzsieg über Clement: Kiefer in Halle erfolgreich
zuletzt aktualisiert: 12.06.2001 - 21:02Halle/Westfalen (rpo). Nicolas Kiefer hat seine Rasensaison mit einem Sieg begonnen. Der Holzmindener setzte sich in der ersten Runde des mit einer Millionen Dollar dotierten ATP-Turniers in Halle gegen den Franzosen Arnaud Clement durch.
Der 23-Jährige, der das Turnier 1999 gewann, besiegte zum Auftakt Australian-Open-Finalist Arnaud Clement in nur 65 Minuten 6:3, 6:4 und trifft in der nächsten Runde auf den Schweden Jonas Björkman.
Zuvor hatte sich Kiefers Daviscup-Kollege Rainer Schüttler für das Achtelfinale qualifiziert. Der Bad Homburger gewann gegen Nicolas Lapentti aus Ekuador nach 84 Minuten 6:4, 6:4 und steht damit beim dritten Versuch erstmals in der zweiten Runde von "Klein-Wimbledon". Im Achtelfinale des ATP-Turniers wartet auf Schüttler der an Nummer eins gesetzte russische Olympiasieger Jewgeny Kafelnikow.
Auch Lars Burgsmüller erreichte die zweite Runde. Der Essener, der bei den French Open im Achtelfinale stand, setzte sich gegen den französischen Qualifikanten Cyril Saulnier nach 80 Minuten 7:6 (7:2), 6:2 durch. Er trifft nun auf den Sieger des Duells zwischen dem French-Open-Finalisten Alex Corretja (Spanien/Nr. 5) und dem Franzosen Jerome Golmard, das erst am Mittwoch ausgetragen wurde. Als einziger deutscher Profi blieb Alexander Popp auf der Strecke. Für den Mannheimer war bei seinem Comebackversuch nach einer Viruserkrankung der Franzose Fabrice Santoro beim 6:2, 6:3 eine Nummer zu groß.
Schüttler: Die letzten vier Monate waren enttäuschend
Tommy Haas, der bereits am Montag sein Auftaktmatch gegen Max Mirnyi (Weißrussland) gewonnen hatte, trifft jetzt auf den Franzosen Nicolas Escude. Vorjahressieger Prinosil muss sich in Runde zwei mit dem Schweizer Roger Federer auseinandersetzen.
Nicolas Kiefer demonstrierte nach seinem Erstrundenflop auf der roten Asche von Roland Garros bei den French Open seine Stärke auf Rasen. Nach nur 27 Minuten brachte er den ersten Durchgang gegen Clement unter Dach und Fach. Im zweiten Satz gelang "Kiwi" ein frühes Break zum 3:2, doch dann riss kurzfristig der Faden. Kiefer verlor sein Aufschlagspiel zum 3:3, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und schaffte das vorentscheidende Rebreak zum 5:4. Nach nur einer Stunde und fünf Minuten verwandelte er vor den Augen seiner Freundin Inga und seiner Eltern den ersten Matchball.
Der gute deutsche Turnierauftakt brachte auch Schüttler ein lang ersehntes Erfolgserlebnis. "Die letzten vier Monate waren sehr enttäuschend. Jetzt hoffe ich, dass der Knoten endlich geplatzt ist", meinte der 24-Jährige. Auch gegen Kafelnikow wähnt sich Schüttler nicht chancenlos: "Es ist sicher ein harter Brocken, aber ich bin ein guter Rasenspieler. Ich hoffe, hier für die große Überraschung zu sorgen."
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