Erfolgreicher Tag für deutsche Tennis-Profis: Kiefer siegt in Rom - Damen-Trio in Berlin weiter
zuletzt aktualisiert: 08.05.2001 - 19:54Rom/Berlin (rpo). Nicolas Kiefer (Foto) und Thomas Haas in Rom sowie die zweite deutsche Damenriege in Berlin haben für einen Hoffnungsschimmer gesorgt. Kiefer gewann souverän beim Mastersturnier in Rom gegen den Franzosen Cedric Pioline das am Montag abgebrochene Match mit 6:3, 6:0. Haas setzte sich gegen den Ukrainer Andrej Medwedew mit 7:5 und 6:3 durch.
Bereits am Montag waren David Prinosil und Rainer Schüttler ausgeschieden. Dieses Schicksal ereilte überraschend auch Pete Sampras. Der US-Amerikaner, der endlich zum ersten Mal die French Open gewinnen möchte, bezog gegen Harel Levy aus Israel eine 5:7, 6:2, 4:6-Niederlage und musste damit einen herben Rückschlag mit Blick auf Paris hinnehmen. "Ich bin auf Sand noch nicht eingespielt und hoffe, in den kommenden Wochen in Hamburg und Düsseldorf besser in Schwung zu kommen", sagte Sampras.
Eine Jahresbilanz von 9:6 ist für einen wie ihn eine magere Ausbeute. Nur einmal erreichte der 29-jährige Amerikaner in diesem Jahr ein Finale, das er im März in Indian Wells gegen seinen Landsmann Andre Agassi verlor. Eine Woche später kassierte er in der dritten Runde von Miami eine schmerzhafte Niederlage gegen die neue US-Hoffnung Andy Roddick. Zuvor hatte Sampras in der zweiten Runde gegen Nicolas Kiefer gewonnen, es ist sein bis dato letzter Sieg.
Der 22-jährige Harel Levy (Foto) feierte derweil den größten Erfolg seiner Karriere. Im August 2000 hatte der junge Mann aus Ramat-Hasharon erstmals auf sich aufmerksam gemacht, als er beim Masters-Turnier in Toronto erst im Finale an dem Russen Marat Safin scheiterte. Eine Woche später beendete Levy seine dreijährige Militärzeit in Israel und flog anschließend zum gemeinsamen Training mit seinem engen Freund Gustavo Kuerten nach Florianopolis.
Ebenso überraschend kassierte Andre Agassi beim 3:6, 3:6 gegen den Spanier Alex Calatrava die vierte Niederlage des Jahres und ist damit in dieser Saison auf Sand noch sieglos.
Deutsches Damen-Trio siegreich
Bei den German Open der Damen in Berlin gewannen Jana Kandarr (Foto), Martina Müller und Miriam Schnitzer ihre Erstrundenspiele. Als erste von sechs gestarteten deutschen Spielerinnen war bereits am Montag Bianka Lamade ausgeschieden.
Nach ihren zwei hart erkämpften Drei-Satz-Siegen in der Qualifikation quälte sich Jana Kandarr auch durch Runde eins. Die Nummer 60 der Welt gewann nach verlorenem ersten Satz noch 1:6, 6:3, 6:4 gegen die Niederländerin Miriam Oremans, die sich ebenfalls für das Hauptfeld qualifizieren musste. In einem von zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten geprägten Duell verwandelte die 24-Jährige schließlich ihren vierten Matchball, nachdem sie beim Stand von 5:3 schon drei Chancen gegen die aufschlagende Miriam Oremans ausgelassen hatte. In der zweiten Runde trifft Jana Kandarr am Mittwoch auf Justine Henin aus Belgien.
Für die größte Überraschung aus deutscher Sicht sorgte Martina Müller. Die 18 Jahre alte Hannoveranerin, derzeit nur die Nummer 246 der Welt, bezwang die 209 Plätze besser notierte Französin Anne- Gaelle Sidot 6:1, 6:4. Lohn der Mühen ist ein Duell gegen die spanische Titelverteidigerin Conchita Martinez.
Ebenfalls in zwei Sätzen setzte sich die Miriam Schnitzer beim 7:5, 6:1 gegen die Italienerin Francesca Schiavone durch, die als 76. der Weltrangliste 106 Ränge vor der deutschen Meisterin steht. Miriam Schnitzer bekommt es nun mit allerdings mit der Weltranglisten-Zwölften Nathalie Tauziat zu tun.
Dagegen ist Marlene Weingärtner als zweite deutsche Spielerin bei den German Open ausgeschieden. Die Weltranglisten-41. aus Heidelberg scheiterte mit 6:7 (4:7), 2:6 an der Französin Sandrine Testud, die an Platz 20 geführt wird.
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