Flensburg erreicht Cupsieger-Endspiel: Kiel im EHF-Finale gegen Barcelona
zuletzt aktualisiert: 30.03.2002 - 21:49Frankfurt/Main (rpo). Trotz eines 32:31-Sieges beim neunmaligen deutschen Handball-Meister THW Kiel verpasste die SG Wallau-Massenheim den Sprung in das Finale um den EHF-Cup. Der 5-Tore-Vorsprung der Kieler aus dem Hinspiel war zuviel und so treffen die Norddeutschen im Finale auf den den spanischen Spitzenclub FC Barcelona.
Vor 3900 Zuschauern in der Höchster Ballsporthalle lieferte der Russe Igor Lawrow mit acht Toren das beste Spiel für die Hessen ab. Bei Kiel war der Spanier Demetrios Lonzano (7) der wirkungsvollste Spieler neben dem Schweden Stefan Lövgren (6).
Schwalb hatte mit psychologischen Tricks versucht, dass seine Spieler die hohe Hinspiel-Niederlage aus den Köpfen streichen. Auch Manager Stephan Schoene meldete sich vor dem Match mit dem Hinweis: "Wir haben schon ganz andere Spiele umgedreht." Doch geschwächt von der Knieverletzung des Spielmachers Steffen Weber, der nicht eingesetzt werden konnte, kam Wallau nach einer 3:1-Führung (5.) bis zur 18:16-Halbzeit-Führung nicht mehr als zwei Tore vom solide und routiniert reagierenden Gegner weg.
Lövgren brachte die Gäste mit 11:10 (17.) erstmals in Führung. Andreas Rastner brachte die Hessen bis zur Halbzeit mit 18:16 in Führung. Aber der Kieler Abwehrblock mit Lövgren, dem 38-jährigen Staffan Olsson und Lonzano vor Klaus-Dieter Petersen im 3:2:1- Abwehrverbund ließ die Hessen nicht zum gewünschten 5-Tore-Vorsprung kommen.
Der 29-jährige Lawrow übernahm zwar wirkungsvoll den Part von Weber, aber der zündende Funke sprang nicht richtig auf das Team über. Immer wieder endeten die Angriffe beim Kieler Torwart Mattias Andersson, der den deutschen Nationaltorwart Henning Fritz nach 12 Minuten ablöste und dies wie schon im Hinspiel mit Glanzparaden rechtfertigte. Als der Wallauer Linksaußen Schmetz beim 25:21 (43.) einen Siebenmeter und noch eine klare Chance vergab, war die Partie gelaufen.
Schwalb hatte zwar mit Marcus Rominger für den schwach haltenden Zoran Djordjic (22.) den besseren Torwart ins Spiel gebracht. Doch der 29-Jährige konnte das Blatt auch nicht wenden. Im Rückraum hatten die Kieler mit Lövgren und Lonzano das Übergewicht. Die beiden Finalspiele werden am Dienstag in Wien für das erste Heimrecht ausgelost und am 21. beziehungsweise 28. April ausgetragen.
Auch Flensburg-Handewitt im Finale
Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt steht erneut im Finale des Handball-Europapokals der Pokalsieger. Die Schleswig-Holsteiner setzten sich in der Campushalle gegen den ungarischen Vertreter Dunaferr SE mit 25:21 (11:11) durch. Bereits das Hinspiel hatte der Bundesligist mit 22:21 für sich entschieden. Es ist der sechste Finaleinzug der Flensburger in Folge. Gegner im Endspiel ist das spanische Team Ciudad Real.
Die SG tat sich lange Zeit schwer gegen Dunaferr. Noch kurz vor Halbzeit lagen die Ungarn mit 11:8 vorn (24.). Offenbar hatten die Norddeutschen nach ihrem Hinspielsieg den Rivalen nicht mehr ernst genommen. Erst nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Gastgeber und stellten die Weichen binnen zwölf Minuten auf Sieg, als sie von 13:13 auf 22:14 enteilten.
Zwar kamen die Ungarn noch einmal heran, doch letztlich zog die SG Flensburg-Handewitt sicher ins Finale ein. Beste Torschützen bei den Gastgebern waren Lars Christiansen, Christian Berge und Joachim Boldsen mit jeweils fünf Treffern. Bei
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