| 10.29 Uhr

Veszprem/Köln
Kieler Handballer zahlen Lehrgeld gegen Veszprem

Veszprem/Köln. Alfred Gislason coachte seine Mannschaft gewohnt emotional von der Seitenlinie, doch die Niederlage bei MKB Veszprem analysierte der Isländer im Anschluss nordisch kühl. "Wir haben heute mit unserer jungen Mannschaft Lehrgeld bezahlen müssen. Jedes Spiel ist für uns eine Erfahrung mehr", sagte der Trainer des deutschen Handball-Rekordmeisters THW Kiel nach dem 19:21 (10:13) am vierten Spieltag der Champions League beim ungarischen Vorjahresfinalisten.

Nicht viel besser erging es dem Erzrivalen SG Flensburg-Handewitt beim Starensemble von Paris St. Germain. Die Franzosen mit Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer gewannen mit (13:11). Der Bundesliga-Tabellenführer ließ vor allem in der Schlussviertelstunde zu viele Chancen ungenutzt und kassierte seine zweite Niederlage im laufenden Wettbewerb. Gensheimer erwiese sich einmal mehr als sicherer Vollstrecker vom Punkt, fünf seiner sieben Tore resultierten aus Siebenmetern.

Tags zuvor hatte sich die Abwehr der Kieler 60 Minuten gegen die Angriffswucht der ungarischen Gastgeber gestemmt, Torhüter Niklas Landin zeigte einige sensationelle Paraden, doch die mangelnde Chancenverwertung des THW besiegelte am Ende die zweite Niederlage in der Königsklasse in dieser Saison. "Wir standen 60 Minuten gut in der Abwehr, und auch die Torhüterleistung war gut. Ein paar Fehler zu viel haben uns einen möglichen Sieg gekostet", sagte Gislason.

Nach der verpassten Revanche für das verlorene Champions-League-Halbfinale gegen Veszprem beim Final Four in Köln im Mai haderte der Erfolgscoach aber auch mit den Schiedsrichtern. Einige Entscheidungen seien nicht nachvollziehbar gewesen, so Gislason.

Damit beträgt der Rückstand der Kieler auf Spitzenreiter FC Barcelona in der starken Gruppe A bereits vier Punkte, Flensburg hat sogar noch einen Punkt weniger auf dem Konto. Nur der Gruppensieger zieht direkt ins Viertelfinale ein. Kiel empfängt am kommenden Samstag den Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen. Flensburg muss am Mittwoch gegen den polnischen Vertreter Wisla Plock ran.

(sid)
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