Vorläufige Lösung gefunden:: Knapper als Turnierdirektor vorgestellt
zuletzt aktualisiert: 13.02.2001 - 16:58Hamburg (sid). Walter Knapper, der Sportwart des Deutschen Tennis Bundes (DTB), ist als Direktor des Damen-Turniers und der German Open der Herren (Masters Series) am Hamburger Rothenbaum vorgestellt worden. Der 56 Jahre alte Württemberger ist damit Nachfolger von Günter Sanders, von dem sich der DTB Mitte Januar wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten getrennt hatte. "Zunächst nehme ich diesen Posten für das Jahr 2001 ehrenamtlich ein", sagte Knapper, "über alles weitere werden wir im DTB im März beraten."
In den Sitzungen der internationalen Turnierdirektoren wird Knapper in Zukunft die Interessen des DTB vertreten. Insbesondere die finanzielle Absicherung der German Open ab 2002 ist nach den finanziellen Problemen des Exklusivvermarkters ISL ein entscheidender Punkt. Sanders bleibt bis Ende seiner Wahlperiode im Dezember in den Gremien, in die er persönlich gewählt wurde, wie dem Board of Directors der WTA sowie dem Tournament Council von WTA und ATP. "Ich habe mit Sanders persönlich keine Probleme und werde ihn auch um Hilfe bitten, wenn es nötig ist", sagte Knapper.
Bei der Suche nach einer langfristigen Lösung will der DTB auch mit den ehemaligen Stars Steffi Graf, Boris Becker und Michael Stich reden. "Ein Denkmodell wäre, dass man den Posten mit einer angesehenen Galionsfigur besetzt und das Tagesgeschäft durch das Personal auf der Hamburger Geschäftsstelle abgewickelt wird", meinte DTB-Präsident Georg Freiherr von Waldenfels bereits am Wochenende am Rande des Daviscups in Braunschweig. "Es gibt noch keinerlei konkrete Entscheidungen darüber", bestätigte Knapper.
Für das mit 565.000 Dollar dotierte Damenturnier am Rothenbaum (30. April bis 6. Mai) konnte Knapper bereits die Zusagen von Anke Huber, Venus Williams (USA), Conchita Martinez, Arantxa Sanchez (beide Spanien) und Barbara Schett (Österreich) melden. Um Martina Hingis (Schweiz) und Anna Kurnikowa (Russland) bemüht er sich noch. Beim den German Open der Herren zwei Wochen später sind die Top-50-Spieler zum Start verpflichtet. Pete Sampras hat bereits ausdrücklich seine Teilnahme bestätigt.
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