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Eishockeyderby in Krefeld
Krefelder Fans stürmen Regionalzug mit DEG-Fans

Eishockeyderby in Krefeld: Krefelder Fans stürmen Regionalzug mit DEG-Fans
Die DEG siegte in Krefeld mit 2:1. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Düsseldorf. Nach dem Eishockeyspiel zwischen den Krefeld Pinguine und der Düsseldorfer EG (1:2) ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei wurde der Regional-Express der Linie 10 von etwa zwei Dutzend Krefeldern gegen 23.45 Uhr in Meerbusch-Osterrath gestoppt und dann gestürmt. Bei den wüsten Schlägereien wurde ein DEG-Fan erheblich verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

"Ich musste den Zug stoppen, weil sich Personen im Gleis befanden", sagte der Lokführer zu der geplanten Aktion, die nicht aus einer spontanen Emotion heraus durchgeführt wurde. An dem Fahrzeug entstand nur geringer Sachschaden. Die Personalien von den Krawallbrüdern wurden aufgenommen. Ihnen drohen Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch. Nach dem Spiel hatten Polizeibeamte rund 50 Düsseldorfer Anhänger zum Krefelder Hauptbahnhof begleitet.

Zwar sind die Fan-Lager beider Klubs seit je her nicht gerade freundschaftlich verbunden, doch waren Gewaltaktionen zwischen rivalisierenden Eishockey-Fans bislang die Ausnahme. Entsprechend entsetzt reagieren die Vereine auf den Vorfall. "Wir werden uns mit den Krefeldern zusammensetzen und überlegen, welche deeskalierenden Maßnahmen wir ergreifen können", erklärte DEG-Pressesprecher Frieder Feldmann.

(ths)
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