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Evian
Kreuzbandriss: EM-Aus für Rüdiger

Evian. Für Antonio Rüdiger ist die Europameisterschaft bereits beendet, bevor sie überhaupt angefangen hat. Der für das deutsche Auftaktspiel gegen die Ukraine am Sonntag (21 Uhr/ARD) eigentlich gesetzte Innenverteidiger erlitt im ersten öffentlichen Training in Evian-les-Bains bei einem Zweikampf mit Thomas Müller einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund am späten Abend mit.

Dem 23-Jährigen vom AS Rom droht ein halbes Jahr Zwangspause, die Titel-Mission in Frankreich ist für den elfmaligen Nationalspieler vorzeitig beendet. Bundestrainer Joachim Löw hat nun bis zum Auftaktspiel die Möglichkeit, einen Spieler nachzunominieren. "Über eine Nachnominierung wird die Sportliche Leitung um Bundestrainer Joachim Löw noch entscheiden", hieß es vom DFB. Als einzigen Defensivspieler aus dem vorläufigen EM-Aufgebot hatte Löw Außenverteidiger Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim) gestrichen.

Rüdiger, der als Ersatz für den verletzten Mats Hummels fest eingeplant war, war nach dem folgenschweren Zweikampf mit Müller zunächst minutenlang behandelt worden und anschließend von zwei Helfern gestützt vom Feld gehumpelt. Seine Kollegen schauten anschließend betroffen. Zunächst dachten alle, Rüdiger sei vielleicht mit einer schweren Prellung davongekommen. Auch während des Autogramme-Schreibens für viele der 2000 meist jugendlichen Fans nach der einstündigen Einheit wirkten einige sichtlich bedrückt.

Bis zum frühen Abend schien es eigentlich ein perfekter erster Tag des Unternehmens EM-Titel in Frankreich zu werden. Jeder Ballkontakt beim Training war stürmisch gefeiert worden, das Luxus-Hotel Ermitage war bezogen - und ganz Evian glänzte schwarz-rot-gold. Da konnte noch keiner ahnen, dass die Verletzungsnot in der Defensive noch schlimmer werden würde.

(sid)
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