Langlauf-Duo gewinnt Weltcup-Rennen in Asiago: Künzel und Sachenbacher sprinten zum Sieg
zuletzt aktualisiert: 14.02.2003 - 14:43Asiago (rpo). Claudia Künzel (Oberwiesenthal) und Evi Sachenbacher (Reit im Winkl) sprinten zum Sieg: Das Langlauf-Duo gewinnt das Weltcup-Rennen am Freitag im italienischen Asiago.
Die Form stimmt, das Selbstvertrauen wird von Tag zu Tag neu aufpoliert. Die deutschen Langläufer können der nordischen Ski-WM in Val di Fiemme von kommenden Dienstag an mit großer Vorfreude entgegensehen. Das unterstrichen die Top-Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) am Freitag beim Weltcup-Rennen der Sprint-Staffeln im italienischen Asiago. Claudia Künzel (Oberwiesenthal) und Evi Sachenbacher (Reit im Winkl) setzten sich über 6 x 1,4 km vor Russland und Italien durch, bei den Männern erreichten René Sommerfeldt (Oberwiesenthal) und Tobias Angerer (Vachendorf) über 10 x 1,4 km hinter Italien Platz 2.
"Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg. Es ist eine tolle Bestätigung unseres Formaufbaus in Richtung Weltmeisterschaft", sagte Evi Sachenbacher. Bei diesem Zweier-Rennen, das ursprünglich im russischen Kawgolowo ausgetragen werden sollte, hier aber wegen der großen Kälte abgesagt wurde, bestimmten die beiden besten deutschen Skaterinnen von Beginn an die Szene und liefen einen erwarteten, sicheren Sieg nach Hause. "Auch wenn andere starke Nationen nicht mit der ersten Reihe am Start waren, zählt dieser Sieg", betonte Claudia Künzel, die bereits in Oberhof mit Manuela Henkel (Oberhof) bei einer Sprint-Staffel im klassischen Stil den 2. Platz geschafft hatte.
"Wer nicht antritt, kann auch nicht gewinnen", nahm Bundestrainer Jochen Behle seine Schützlinge in Schutz und wollte die sehr guten Platzierungen auch nicht abgewertet wissen. Der Coach verwies auf die Tatsache, dass Italien mit Giorgio di Centa und Cristian Zorzi seine besten Sprinter aufgeboten hatte, die das Rennen auch knapp vor Sommerfeldt und Angerer gewannen. "Diese Sprint-Staffeln sind ein Taktikrennen. Und da hatten die Italiener uns einen kleinen Tick voraus", sagte Behle.
Sommerfeldt seinerseits haderte etwas mit der Strecke. "Sie war leider vom Profil her eher leicht. Es gab keinen schweren Anstieg, bei dem wir die Vorentscheidung suchen konnten", erklärte der Oberwiesenthaler. Auch der harte Schnee bei Temperaturen um minus 10 Grad kam den deutschen Sprintern nicht entgegen. "Da hatten die Italiener keine Probleme, jedes Tempo mitzugehen", bemerkte Angerer.
Allgemein herrschte im deutschen Lager Zufriedenheit. Nach dem Sprint in Reit im Winkl im Freien Stil und den Staffel-Rennen steht am Samstag in Asiago noch ein Sprint in der Klassischen Technik an. "Wir nutzen diese Wettbewerbe, um nach dem Trainingslager in Toblach wieder Wettkampfgefühl zu bekommen. Das brauchen meine Leute, um bei der WM gleich die richtige Betriebstemperatur zu haben ", erklärte Behle.
Ergebnisse vom Langlauf-Weltcup in Asiago
Frauen, Sprint-Staffel 6 x 1,4 km: 1. Claudia Künzel/Evi Sachenbacher (Oberwiesenthal/Reit im Winkl) 21:04,7 Min.; 2. Alena Sidko/Natalia Korostelewa (Russland) + 6,9 Sek.; 3. Karin Moroder/Arianna Follis (Italien) + 8,8; 4. Isabel Klaus/Anke Reschwamm (Geyer/Willingen) + 11,3; 5. Jelena Burukina/ Jewgeria Medwedjewa-Abrusowa (Russland) + 13,3; 6. Elina Hietamäki/ Kati Venäläinen (Finnland) + 27,0
Männer, Sprint-Staffel 10 x 1,4 km: 1. Giorgio di Centa/Cristian Zorzi (Italien) 30:57,4 Min.; 2. René Sommerfeldt/Tobias Angerer (Oberwiesenthal/Vachendorf) + 0,3 Sek.; 3. Renato Pasini/Freddy Schwienbacher (Italien) + 9,9; 4. Jens Filbrich/ Andreas Stitzl (Frankenhain/Bergen) + 16,4; 5. Bruno Debertolis/ Loris Frasnelli (Italien) + 18,4; 6. Jens Arne Svartedal/Morten Broers (Norwegen) + 30,8
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