Gutes Ohmen für Masters: Langers Siegeslaune: "Will TPC gewinnen"
zuletzt aktualisiert: 25.03.2001 - 18:56Ponte Vedra (rpo). Nach ewig langer Tristesse scheint es nun wieder aufwärts zu gehen mit Deutschlands Ausnahme-Golfprofi Bernhard Langer. Fünf Tage vor dem Start bei der "Masters" in Augusta/Georgia hat Langer beim "Players Championship" in Ponte Vedra, Florida, die Generalprobe für das erste Major-Turnier des Jahres schon bestanden.
"Ich will nicht nur als bester Europäer die TPC beenden, sondern ganz einfach gewinnen", strahlte Langer nach der dritten Runde bei seinem Lieblingsturnier in seiner Wahlheimat. Mit 209 Schlägen (73+68+68) liegt der 43-jährige Schwabe vor dem Finale in dem Weltklassefeld aussichtsreich auf Rang fünf. Nur der überraschend führende US-Profi Jerry Kelly (205-69+66+70) sowie der Weltranglisten-Erste Tiger Woods (207/USA), Vijay Singh (207/Fidschi) und Scott Hoch (208/USA) konnten sich vor der vierten Runde am Sonntag (Ortszeit) im Kampf um den Siegerscheck von mehr als 2,2 Millionen Mark noch besser platzieren.
"Man muss nur Riesengeduld aufbringen. Du darfst nicht einfach loslegen und sagen, ich spiele auf den ersten Löchern Birdie", meinte Langer, der als Meister des "kurzen Spiels" bei den Annäherungsschlägen an die Grüns nichts von seiner Klasse verloren hat. Das Geheimnis des Erfolgs liegt, wie er sagt, im strategisch- methodischen Bereich. "Wenn Du bei den ersten Löchern an deiner eigenen Zielvorgabe scheiterst, hast Du so gut wie alles verloren", betonte der Routinier nach dreijähriger Leidenszeit ohne Sieg.
In Argentinien gewann Langer 1997 sein letztes von 61 Turnieren weltweit. Seitdem aber ist die Serie in seiner 29-jährigen Profikarriere unter anderem mit zwei Masters-Siegen in Augusta wie abgeschnitten. Auf dem Par-72-Kurs in Sawgrass aber gehört Langer nach wie vor zu den Stars. Er hat seit 16 Jahren dort nur ein einziges Mal den Halbzeit-Cut verpasst und scheiterte mit zwei zweiten Plätzen als bestes Ergebnis nur knapp am Sieg. Weder Tiger Woods noch die Golfstars Jack Nicklaus, Ernie Els, oder Titelverteidiger Hal Sutton können diese Serie aufweisen.
"Ich war und bin kein Freund von langsamen Grüns und Fairways, auf dem du Platz für Abschläge bis zu 300 Metern hast", ergänzte Langer, der auf Grund seiner körperlichen Voraussetzungen nicht zu den "Long- Hittern" zählt. Dem bedächtigen, manchmal aufreizend lange sich konzentrierenden Spieler liegt mehr das strategische Denken und Antizipieren, um den Kurs zu bewältigen. Langer: "Ich versuche, Prozentual-Golf zu spielen, habe immer einen bestimmten Plan im Kopf und setze alles Schlag für Schlag um." 1993 gewann Langer das Masters in Augusta zum bisher letzten Mal. Direkt davor gelang ihm damals in Ponte Vedra Rang zwei. Ein günstiges Ohmen, wie er meint.
Bestes Saison-Ergebnis für Gögele
In Brasilien erreichte Thomas Gögele (Semlin) nach einem Unwetter mit schweren Gewittern über Sao Paulo sein bisher bestes Saison-Ergebnis auf der europäischen PGA-Tour. Mit 206 Schlägen (70+67+69) bei der auf 3 Runden verkürzten "Brazil-Open" kassierte der 30-jährige gebürtige Hamburger für seinen 15. Rang am Sonntag umgerechnet etwa 20 000 Mark. Sieger Darren Fichardt aus Südafrika konnte seine Führung noch ausbauen und feierte nach 195 Schlägen (67+61+67) vor dem Argentinier Jose Coceres (200-68+64+68), dem Schweden Richard Johnson (200-68+67+65) und dem Australier Brett Rumford (200- 66+65+69) seinen ersten Toursieg.
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