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Geher bestreitet Vorwürfe
Alex Schwazer angeblich erneut positiv getestet

Olympia 2012: Schwazer gesteht Doping-Vergehen
Olympia 2012: Schwazer gesteht Doping-Vergehen FOTO: dapd
Geher-Olympiasieger Alex Schwazer (Italien) ist nicht einmal zwei Monate nach Ablauf seiner Dopingsperre erneut unter Manipulationsverdacht geraten.

Durch zusätzliche Analysen einer Trainingskontrolle mit Blut- und Urinproben vom 1. Januar soll der 31-Jährige einem Bericht der "Gazzetta dello Sport" zufolge der Einnahme anaboler Steroide überführt worden sein. Schwazer ließ die Anschuldigungen über seine Anwälte bereits bestreiten.

"Die Vorwürfe sind haltlos und monströs. Wir werden uns verteidigen und Klage auf Verleumdung einreichen", sagte Schwazers Rechtsbeistand Gerhard Brandstätter. Die ursprüngliche Analyse der Trainingskontrolle hatte keine Auffälligkeiten ergeben. Schwazer selbst will am Mittwochabend (18 Uhr) in Bozen auf eine Pressekonferenz Stellung beziehen.

Schon zuvor äußerte sich Italiens Leichtathletik-Chef Alfio Giomi bestürzt über die Vorwürfe gegen Schwazer: "Im Moment bin ich einfach erschüttert. Wir versuchen zu begreifen, wie die Dinge stehen", sagte Giomi.

Schwazer hatte Anfang Mai bei der der Team-WM in Rom sein Comeback gegeben und sich durch seinen Sieg im 50-km-Rennen auf Anhieb für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifiziert. Die vierjährige Sperre des Peking-Olympiasiegers wegen Dopings war erst acht Tage zuvor abgelaufen.

Schwazer war kurz vor den Olympischen Spielen 2012 in London positiv auf EPO getestet worden. Neben sportlichen Zielen wollte der Südtiroler bei seiner Rückkehr auch die Wiederherstellung seiner Glaubwürdigkeit erreichen.

(sid)
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