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IAAF-Präsident
Coe gegen strafrechtliche Verfolgung von Dopingsündern

IAAF-Präsident Sebastian Coe (59) hat sich bei einer parlamentarischen Anhörung gegen die strafrechtliche Verfolgung von Dopingsündern ausgesprochen. Er sei "besorgt", Athleten zu "kriminalisieren", sagte der Brite: "Letztlich denke ich, dass es besser ist, sportliche anstatt strafrechtliche Sanktionen zu haben." Coe musste sich im Zuge des grassierenden Dopingskandals in der internationalen Leichtathletik am Mittwoch vor dem Komitee für Medien, Kultur und Sport im britischen Parlament verantworten. Der Doppel-Olympiasieger über 1500 m und Nachfolger des unter Korruptionsverdacht stehenden Lamine Diack macht sich stattdessen für eine unabhängige Anti-Doping-Agentur in der Leichtathletik stark. "Sind unsere Systeme perfekt? Ich bin sicher, sie sind es nicht", sagte Coe: "Werden wir sie verbessern? Ja." Zuletzt hatte der Bundestag für Deutschland ein Anti-Doping-Gesetz beschlossen. Die neuen Regeln sehen vor, Doper und ihre Hintermänner ab dem 1. Januar 2016 gegebenenfalls mit hohen Haftstrafen zu belangen - von bis zu drei Jahren. Für seine umstrittene Wortwahl, die Enthüllungen der ARD und der Sunday Times über verdächtige Blutproben seien eine "Kriegserklärung" an den Sport, wollte sich Coe nicht entschuldigen. "Ich bleibe dabei", sagte Coe. Aber: "Ich hätte wahrscheinlich eine andere Sprache wählen sollen." Laut Coe sei die Aussage keine Attacke auf die Medien gewesen.
(sid)
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