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Doping
Gewichthebern droht Olympia-Sperre

Tiflis. Den Gewichthebern Russlands, Kasachstans und Weißrusslands droht der Ausschluss von den Olympischen Spielen in Rio. Das Exekutivkomitee des Internationalen Gewichtheber-Verbandes IWF hat bei seiner Tagung in Tiflis den drei Landesverbänden eine einjährige Sperre angedroht. Die Sperre greift, wenn mindestens drei Athleten im Zuge der Nachtests von den Olympischen Spielen 2008 und 2012 des Dopings überführt worden sind. Die Suspendierung tritt in Kraft, wenn das IOC die olympischen Nachtests abgeschlossen hat. Zunächst waren die Proben von London 2012 analysiert worden. Allein vier kasachische Olympiasieger sind bei diesen Nachkontrollen überführt worden. Insgesamt wurden bei zehn Gewichthebern aus fünf ehemaligen Sowjetrepubliken verbotene Substanzen nachgewiesen. Zudem hat die IWF Ländern, die mit mehreren Dopingfällen im Qualifikationszeitraum aufgefallen sind, Startplätze für Rio entzogen. So wurden Russland, Aserbaidschan, Kasachstan, Moldau und Nordkorea jeweils zwei Plätze aberkannt. Weißrussland, Rumänien und Usbekistan wurde jeweils ein Startplatz entzogen. Für Rio konnten sich pro Nation maximal sechs Männer und vier Frauen qualifizieren. Die IWF will in den nächsten zwei Jahren strengere Regeln im Kampf gegen Doping aufstellen.

 

(dpa)
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