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Leichtathletik-Ermittlungen
Wada untersucht Doping-Enthüllungen der ARD

Gesammelt: Die skurrilsten Ausreden der Doping-Sünder
Gesammelt: Die skurrilsten Ausreden der Doping-Sünder FOTO: AFP
Frankfurt/Main. Die neuen Doping-Enthüllungen in der Leichtathletik werden nun auch offiziell von einer Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur untersucht. Das bestätigte Wada-Präsident Craig Reedie am Freitag in einer Presseerklärung.

Reedie hatte diesen Schritt schon kurz nach der Ausstrahlung der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik" am vergangenen Wochenende angekündigt. Darin präsentierten die ARD und die "Sunday Times" die Auswertung von 12.000 Bluttests von rund 5000 Läufern in den Ausdauerdisziplinen 800 Meter bis Marathon. Ihr Ergebnis: Ein Drittel aller Medaillen bei den Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen von 2001 bis 2012 seien von Athleten mit dopingverdächtigen Werten gewonnen worden.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF habe der Wada-Kommission seine volle Unterstützung zugesichert, teilte Reedie mit. Die Kommission unter Leitung des früheren Wada-Präsidenten Dick Pound war bereits im vergangenen Dezember zur Untersuchung weiterer ARD-Enthüllungen gegründet worden. Damals deckten die Recherchen systematisches Doping in der russischen Leichtathletik auf.

(dpa)
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