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Klartext von Ex-Hochspringerin
Henkel kritisiert Mangel an Innovation in der Leichtathletik

Heike Henkel kritisiert Mangel an Innovation in der Leichtathletik
Der größte Moment ihrer Karriere: 1992 gewinnt Heike Henkel mit 2,02 Meter in Barcelona olympisches Gold. FOTO: Imago
Pulheim. Die frühere Weltklasse-Hochspringerin Heike Henkel fordert von der Leichtathletik, ihre Disziplinen zu modernisieren. Sie wartet zudem auf jemanden, der dem Sport zu neuem Glanz verhilft.

"Es werden ja Dinge ausprobiert wie 'Berlin fliegt' oder 'Istaf Indoor', aber in punkto Innovation hat die Leichtathletik noch Luft nach oben. Im Hochsprung, zum Beispiel. Da könnte man doch sagen: Jeder Athlet hat nur fünf Versuche und muss sie auf die Höhen verteilen", sagte die Olympiasiegerin von 1992 unserer Redaktion im Interview.

Die 53-Jährige wehrt sich außerdem dagegen, wenn Athleten mit dem Verweis auf Dopingvorwürfe gegen Kontrahenten eigenes Scheitern entschuldigen. "Man kann nicht alles immer nur mit Doping entschuldigen. Nicht alle Medaillen werden mit Doping gewonnen. Ich bin überzeugt, es geht auch ohne."

Dass Superstar Usain Bolt nach der anstehenden WM in London seine Karriere beendet, wertet Henkel als riesiges Problem für die Leichtathletik. "Man fragt sich, wen die Leichtathletik dann noch hat. Er ist es einfach. Da kann man nichts gegen machen. Ob nun in negativer oder positiver Hinsicht, muss jeder selbst entscheiden. Da muss ganz schnell jemand hinterherkommen, der der Leichtathletik zu neuem Glanz verhilft. Ich sehe nur niemanden."

(klü)
 
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