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Leichtathletik
Issinbajewa: Sperre aller russichen Athleten wäre "unfair"

Hier leidet Jelena Issinbajewa
Hier leidet Jelena Issinbajewa FOTO: AFP
Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa hat sich in einem offenen Brief gegen eine Sperre aller russischen Leichtathleten ausgesprochen.

"Die Situation, in der sich die russische Mannschaft derzeit befindet, ist traurig. Aber es wäre nicht fair, unschuldige und nicht mit diesem Dopingskandal in Verbindung stehende Athleten für die Olympischen Spiele zu sperren", schrieb die Russin auf der Homepage des russischen Leichtathletik-Verbandes (rusathletics.com).

Issinbajewa (33) äußerte sich zuversichtlich, dass "die richtige Entscheidung getroffen wird. Diejenigen, die schuldig sind, werden dafür bezahlen. Und diejenigen, die unschuldig sind, werden die Möglichkeit bekommen, weiter an Wettkämpfen teilzunehmen und unserer Land würdig zu vertreten."

Eine unabhängige Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte wegen Nicht-Einhaltung des Anti-Doping-Codes den Ausschluss des russischen Verbandes gefordert.

Die zweimalige Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa gilt als enge Vertraute von Russlands Präsident Wladimir Putin. Bei den Winterspielen 2014 in Sotschi war sie Bürgermeisterin des Olympischen Dorfes. In Rio 2016 will Issinbajewa zum Abschluss ihrer Karriere zum dritten Mal Olympiasiegerin werden.

(sid)
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