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Vor WM in Peking
Reus: "Leichtathletik hat mehr zu bieten als Usain Bolt"

Porträt: Julian Reus: Deutschlands Rekord-Sprinter
Porträt: Julian Reus: Deutschlands Rekord-Sprinter FOTO: dpa, lix hak jai
Peking/Frankfurt/Main. Der deutsche 100-Meter-Rekordler Julian Reus sieht Superstar Usain Bolt nicht als den Alleinunterhalter der Leichtathletik.

"Ich denke, er tut der Leichtathletik immer mal wieder gut. Wobei man sich als Sportart nicht an einen Athleten dranhängen und hoffen sollte, dass er den Sport rettet", sagte der Wattenscheider in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" vor dem WM-Auftakt am Samstag in Peking. "Ich glaube, die Leichtathletik hat mehr zu bieten als Usain Bolt", betonte Reus.

Der Hype um den jamaikanischen Weltrekordler und sechsfachen Olympiasieger lenke auch von der Grundidee der Leichtathletik ab – "nämlich Duelle zu zeigen". Reus hatte im vergangenen Jahr in Ulm mit 10,05 Sekunden einen deutschen Rekord aufgestellt. Bei der WM in China hofft er auf den Halbfinal-Einzug. Der Endlauf ist bereits an diesem Sonntag (21.15 Uhr Ortszeit/15.15 Uhr MESZ).

Zur Dopingdebatte meinte Reus – auch in Anspielung an den großen Bolt-Rivalen Justin Gatlin (USA): "Einige Athleten haben die Grenzen der Legalität früher nachweislich überschritten. Diese Sportler sind nun mal vorbelastet. Man muss sicherlich jeden Fall einzeln betrachten." Man müsse schon anerkennen, dass die Athleten, die am Start sind, sich den Dopingkontrollen unterzogen haben und als sauber gelten. "Wobei ich nicht glaube, dass jeder, der in Peking an den Start geht, clean ist", erklärte der deutsche Meister.

(dpa)
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