| 22.11 Uhr

+++ Leichtathletik-EM im Telegramm +++
Silber für Stahl und Ryzih - Diskuswerfer gehen leer aus

Bilder: Ryzih springt zu Silber
Bilder: Ryzih springt zu Silber FOTO: dpa, kno
Diskus-Ass Christoph Harting will am Samstag seine erste EM-Medaille holen, Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor auch bei der EM aufs Siegerpodest. Am vorletzten Wettkampftag der Leichtathletik- Europameisterschaften fallen am Samstag neun Entscheidungen. In unserem Telegramm verpassen Sie nichts.

+++ Diskuswerfen +++

Harting verpasst Medaille um 14 Zentimeter

Diskuswerfer Christoph Harting hat EM-Bronze und damit seine erste internationale Medaille nur um 14 Zentimeter verpasst. Der jüngere Bruder von Olympiasieger Robert Harting musste sich am Samstagabend im Finale mit 65,13 Metern und Platz vier begnügen. Der Pole Piotr Malachowski holte sich mit 67,06 Metern seinen zweiten EM-Titel nach 2010. Silber erkämpfte der WM-Zweite Philip Milanov aus Belgien (65,71), Dritter wurde Gerd Kanter aus Estland (65,27). Der Wattenscheider Daniel Jasinski wurde mit 63,35 Metern Achter.

Robert Harting verzichtete auf eine Titelverteidigung. Der Berliner hat sein Olympia-Ticket als deutscher Meister schon gebucht und will in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Rio seinen Trainingsrückstand aufholen.

+++ 1500 Meter +++

Tesfaye verpasst angestrebte Medaille klar

Homiyu Tesfaye (Frankfurt) hat die angestrebte Medaille über 1500 Meter klar verpasst. Der 23-Jährige wurde auf den letzten Metern überspurtet und kam in 3:47,93 Minuten geschlagen ins Ziel. Gold sicherte sich der Norweger Filip Ingebrigtsen (3:46,65), Bronze ging an seinen Bruder Henrik Ingebrigtsen (3:47,18). Dazwischen schob sich David Bustos aus Spanien auf den Silberrang.

Tesfaye war als Europas Jahresbester nach Amsterdam gereist. Doch wie schon 2014 mit Platz fünf endeten die Titelkämpfe für ihn in einer Enttäuschung.

+++ 10.000-Meter +++

Fate Tola Geleto verpasst Olympia-Norm

10.000-Meter-Europameisterin Yasemin Can aus der Türkei hat bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam auch Gold über 5000 m gewonnen. Die gebürtige Kenianerin setzte sich nach 15:18,15 Minuten vor Titelverteidigerin Meraf Bahta aus Schweden (15:20,54) durch. Bronze ging an die Britin Stephanie Twell (15:20,70). Zuletzt hatte Cans Landsfrau Elvan Abeylegesse 2010 das Langstrecken-Double geholt.

Die deutsche Meisterin Fate Tola Geleto (Braunschweig) verpasste als Zehnte in 15:43,30 Minuten die angepeilte Olympia-Norm deutlich. Maren Kock (Regensburg) verzichtete aus Rücksicht auf das Finale über 1500 m am Sonntag auf einen Start.

+++ Stabhochsprung +++

4,70 Metern reichen Ryzih für Silber  

Stabhochspringerin Lisa Ryzih hat die Silbermedaille gewonnen. Die EM-Dritte von 2010 musste sich mit übersprungenen 4,70 Metern nur der Griechin Ekaterini Stefanidi geschlagen geben. Bronze ging an die Schwedin Angelica Bengtsson (4,65). Es war die zehnte Medaille für Deutschland bei den Titelkämpfen in Amsterdam. Die ehemalige WM-Zweite und deutsche Meisterin Martina Strutz (Schwerin) belegte mit 4,45 Metern Rang zehn, EM-Debütantin Annika Roloff (Holzminden/4,35) kam auf Platz elf.

Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa war wegen der Suspendierung der russischen Leichtathleten ebensowenig am Start wie Titelverteidigerin Anschelika Sidorowa.

+++ Dreisprung +++

Heß springt zu Gold

Shooting-Star Max Heß (Chemnitz) hat nach 45 Jahren erstmals wieder für einen deutschen EM-Triumph im Dreisprung gesorgt. Der erst 19 Jahre alte Hallen-Vizeweltmeister sprang in Amsterdam mit neuer Bestleistung von 17,20 m zum bisher größten Erfolg seiner Karriere. Silber ging an den Polen Karol Hoffmann (17,16), Bronze holte Julian Reid aus Großbritannien (16,76).

+++ Siebenkampf +++

Maiwald auf Platz zehn

Siebenkämpferin Anna Maiwald (Leverkusen) hat bei der Leichtathletik-EM eine Top-Ten-Platzierung erreicht. Die 25-Jährige belegte mit Saisonbestleistung von 6020 Punkten Platz zehn. Gold sicherte sich Anouk Vetter aus den Niederlanden mit Landesrekord von 6626 Punkten vor Frankreichs Titelverteidigerin Antoinette Nana Djimou (6458). Bronze gewann die Österreicherin Ivona Dadic ebenfalls mit Landesrekord (6408).

+++ Speerwurf +++

Stahl holt im letzten Versuch noch Silber 

Speerwerferin Linda Stahl hat sich mit dem letzten Wurf  die Silbermedaille gesichert. Mit 65,25 Metern musste sich die Leverkusenerin am Samstag nur Tatjana Chaladowitsch aus Weißrussland, die 66,34 Meter weit warf, geschlagen geben. Den Bronze-Rang erreichte die Kroatin Sara Kolak mit 63,50 Metern. Weltmeisterin Katharina Molitor aus Leverkusen kam trotz ihrer Saisonbestweite von 63,20 Metern nur auf den vierten Platz. Titelverteidigerin Barbora Spotakova (Tschechien) wurde mit 62,66 Metern Fünfte. Die deutsche Meisterin Christin Hussong (Zweibrücken) hatte das Finale verpasst.

+++ Hürden +++

Deutsche Hürdensprinter verpassen EM-Finale

Die deutschen Hürdensprinter haben geschlossen das EM-Finale in Amsterdam verpasst. Sowohl der deutsche Meister Matthias Bühler (Weinheim/13,65 Sekunden), als auch Alexander John (Leipzig/13,60) und Gregor Traber (Stuttgart/13,66) schieden im Halbfinale aus. Die beste Zeit lief Dimitri Bascou (Frankreich/13,20).

+++ Hochsprung +++

Onnen meistert geforderte Höhe im ersten Versuch

Der deutsche Hochsprungmeister Eike Onnen hat sich souverän für das Finale am Sonntag (17.00 Uhr/ZDF) qualifiziert. Der 33-Jährige aus Hannover meisterte in der Qualifikation am Samstagmittag die geforderte Höhe von 2,25 m souverän gleich im ersten Versuch. Auch die drei Höhen zuvor hatte Onnen jeweils sofort übersprungen.

+++ 4x400-Meter-Staffel +++

Frauen-Quartett auf Platz zwei des Vorlaufs

Die deutschen 4x400-m-Staffeln haben bei der EM in Amsterdam die Endläufe am Sonntag erreicht. Das Frauen-Quartett mit Laura Müller (Rehlingen), Friederike Möhlenkamp (Köln), Lara Hoffmann (Köln) und Ruth Sophia Spelmeyer (Oldenburg) kam in 3:28,03 Minuten auf Platz zwei des Vorlaufs ins Ziel.

Constantin Schmidt (Obertshausen), Patrick Schneider (Fürth), Kamghe Gaba (Frankfurt) und Johannes Trefz (München) erreichten in ihrem Vorlauf in 3:03,97 Minuten Rang drei.

+++ Kugelstoßen +++

Storl ohne Probleme

Titelverteidiger David Storl (Leipzig) ist auf dem Weg zu seinem dritten EM-Titel in Serie ohne Probleme ins Kugelstoß-Finale am Sonntag (17.30 Uhr/ZDF) eingezogen. Der Vize-Weltmeister kam am Samstagmittag in Amsterdam im ersten Versuch auf 20,84 m. Bisher konnte noch kein Kugelstoßer dreimal den Europameistertitel gewinnen.

"Erster Versuch, Qualiweite geschafft, Sache abgehakt", sagte Storl in der ARD. Er habe "viel trainiert und versucht, den Rhythmus und damit auch den Spaß wiederzufinden", sagte Storl und bilanzierte: "Darauf kann man aufbauen."

Auch Tobias Dahm (Sindelfingen) blieb mit persönlicher Bestleistung von 20,42 direkt im ersten Versuch über der geforderten Qualifikationsweite von 20,30. Die noch ausstehende Olympianorm von 20,50 Meter ist in Reichweite.

(sid)
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Leichtathletik-EM: David Storl zieht locker ins Finale ein


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