| 18.21 Uhr

Siebenkampf bei Leichtathletik-WM
Schäfer verliert Gold aus den Augen

Leichtathletik-WM: Carolin Schäfer verliert Gold aus den Augen
Carolin Schäfer landete im Weitsprung bei 6,20 Meter in der Grube. FOTO: dpa, fdt
London. Carolin Schäfer (Frankfurt/Main) muss bei der Leichtathletik-WM in London im Siebenkampf in den abschließenden 800 m um Silber zittern. Nach dem Speerwurf hat die 25-Jährige mit 5808 Punkten nur noch drei Zähler Vorsprung auf die derzeit Drittplatzierte Anouk Vetter.

Die Niederländerin schob sich mit einer Bestleistung von 58,41 m im Speerwurf dicht an Schäfer heran - die Olympiafünfte gilt aber als etwas bessere Läuferin. Schäfer hatte nach Tag eins sogar geführt, die Spitzenposition aber nach dem Weitsprung, in dem sie über 6,20 Meter nicht hinauskam, wieder verloren.

Gold ist Olympiasiegerin Nafissatou Thiam eigentlich nicht mehr zu nehmen. Die Belgierin führt das Feld vor der letzten Disziplin mit 5980 Punkten souverän an. Thiam, die in Götzis mit 7013 Punkten erst als vierte Athletin der Geschichte die 7000er-Marke knackte, liegt in ihrem Fahrplan aber 144 Zähler hinten.

Schäfer strebt einem Ergebnis von etwa 6700 Punkten entgegen. Im Vergleich zu Götzis, als sie ihre Bestleistung auf 6836 Punkte steigerte, hat sie 131 Zähler weniger auf dem Konto. Die Frankfurterin Claudia Salman-Rath, WM-Vierte von 2013, rangiert mit 5359 Punkten auf Platz zehn.

Holzdeppe schafft Qualifikation

Der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe hat derweil das Finale erreicht. Der 27-Jährige aus Zweibrücken übersprang am Sonntagmorgen in der Qualifikation im dritten Versuch 5,70 m, das reichte für den Einzug in den Kampf um die Medaillen am Mittwoch (20.55 Uhr MESZ/ARD und Eurosport). Eigentlich waren 5,75 m gefordert worden.

"Ich bin sehr erleichtert, denn Qualifikationen haben ja immer auch ihre eigenen Gesetze", sagte Holzdeppe am ZDF-Mikrofon: "Jetzt kann ich mich in aller Ruhe auf das Finale konzentrieren." Das erreichten außer ihm auch alle anderen Medaillen-Kandidaten, darunter Weltrekordler Renaud Lavillenie (Frankreich), Titelverteidiger Shawn Barber (Kanada), der Weltjahresbeste Sam Kendricks (USA) und Schwedens Wunderkind Armand Duplantis.

400-Meter-Läuferin Spelmeyer im Halbfinale

Die deutsche Meisterin Ruth Sophia Spelmeyer (Oldenburg) ist ins Halbfinale über 400 m (Montag, 21.55 Uhr MESZ) gelaufen. Die 26-Jährige stellte als Fünfte in ihrem Vorlauf ihre Saisonbestleistung von 51,72 Sekunden ein und qualifizierte sich so über die Zeitenregel für die Vorschlussrunde.

Olympiasiegerin Shaunae Miller-Uibo (50,97/Bahamas) und Titelverteidigerin Allyson Felix (52,44/USA) gaben sich ebenfalls keine Blöße. Das Finale steigt am Mittwoch (22.50 Uhr MESZ/ARD und Eurosport).

Auch Hürdensprinter Bühler übersteht Vorlauf

Der deutsche Meister Matthias Bühler (Frankfurt/Main) hat das Halbfinale über 110 m Hürden am Abend (21.10 Uhr MESZ) erreicht. Der 29-Jährige wurde in 13,52 Sekunden Sechster seines Vorlaufs und zog über die Zeitregel in die nächste Runde ein. Das Finale steigt am Montag (22.30 Uhr MESZ/ARD und Eurosport).

Ebenfalls im Halbfinale stehen Olympiasieger Omar McLeod (13,23/Jamaika) und Titelverteidiger Sergej Schubenkow (13,47), der nach dem Ausschluss Russlands wegen systematischen Dopingbetrugs als neutraler Athlet am Start ist. Schnellster der Vorläufe war Weltrekordler Aries Merritt (13,16/USA), der sich 2015 einer Nierentransplantation unterziehen musste.

(sid)
 
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