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Russlands Hammerwurf-Olympiasiegerin
Lyssenko positiv getestet

Russlands Hammerwurf-Olympiasiegerin Tatjana Lyssenko ist positiv auf Doping getestet und vorläufig gesperrt worden. Dies bestätigte der Leichtathletik-Weltverband IAAF am Dienstag, zunächst ohne Angaben über den Zeitpunkt des Vergehens und die entdeckte Substanz zu machen. Lyssenko, die bereits von 2007 bis 2009 gesperrt war, droht damit eine lebenslange Sperre. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die 32-Jährige, die seit ihrer Heirat den Nachnamen Beloborodowa trägt, bei Nachtests von Proben der WM 2005 erwischt worden. Ob Lyssenko, die nach einer Babypause den Start bei Olympia in Rio angepeilt hatte, Titel oder Medaillen verliert, ist noch offen. Bei der WM 2005 hatte die damals 21-Jährige in Helsinki Silber geholt. Ihre größten Erfolge feierte Lyssenko mit Olympia-Gold 2012 in London sowie den Weltmeister-Titeln 2011 und 2013. 2011 hatte die deutsche Ex-Weltrekordlerin Betty Heidler hinter Lyssenko WM-Silber gewonnen. Auf Russlands derzeit wegen einer Unzahl an Vergehen suspendierte Leichtathleten erhöht sich der Druck damit weiter, ein Ausschluss von den Olympischen Spielen in Rio steht weiter im Raum.

(sid)
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