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Diamond League in Monaco
Molitor enttäuscht, Semenya mit Weltklasse-Zeit über 800 Meter

Melanie Molitor enttäuscht, Caster Semenya mit Weltklasse-Zeit über 800 Meter
Frustrierende Woche für Katharina Molitor. FOTO: dpa, kno hak
Monaco. Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor hat im ersten Wettkampf nach ihrer Olympia-Ausbootung eine schwache Leistung gezeigt, Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz acht Tage nach ihrem EM-Triumph von Amsterdam den nächsten Sieg verpasst.

Beim Diamond-League-Meeting in Monaco kam Molitor nicht über enttäuschende 58,63 m und den siebten Platz im Achterfeld hinaus. Schwanitz musste sich mit 19,81 m nur Neuseelands Olympiasiegerin Valerie Adams (20,05) geschlagen geben.

Molitor blieb im Fürstentum klar hinter ihrer Saison-Bestleistung von 63,20 m zurück. Die 32 Jahre alte Leverkusenerin hatte eine Einstweilige Verfügung gegen den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) beantragt, nachdem dieser die Weltmeisterin trotz erfüllter Norm nicht für die Sommerspiele in Rio (5. bis 21. August) nominiert hatte und damit dem Vorschlag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gefolgt war.

Schwanitz nahm die Niederlage bei ihrem Saison-Debüt in der Königsklasse gegen die viermalige Weltmeisterin Adams, die erstmals nach ihrer Ellbogen- und Schulter-OP im Herbst 2014 die 20-Meter-Marke übertraf, locker. "Ich bin nicht gut in den Wettkampf gekommen, aber zufrieden für das erste Meeting, in dem ich mich mit den Besten der Besten messen konnte", sagte die 30 Jahre alte Sächsin.

Schwanitz war nach einer Knie-OP und Schulterproblemen erst spät in die Saison eingestiegen, hatte sich aber zuletzt konsequent gesteigert und bei der EM mit 20,17 m den Titel geholt. Damit ist sie rund einen Monat vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro hinter der Chinesin Gong Lijiao (20,43) und vor Adams, die erstmals nach ihrer Ellbogen-OP im Herbst 2014 wieder über die 20-m-Marke stieß, die Nummer zwei der Welt

Im Stade Louis II von Monaco herrschte angesichts des schweren Attentats im nur zwölf Kilometer entfernten Nizza gedrückte Stimmung - viele Starter waren am Freitag über den zwischenzeitlich geräumten Flughafen der südfranzösischen Stadt angereist. "Es ist ein sehr trauriger Tag. Vielleicht können wir ja hier auf eine kleine Weise unsere Unterstützung für die Opfer zeigen", sagte Kugelstoß-Siegerin Adams.

Der Mageburger Diskuswerfer David Wrobel schrieb bei Faceboook: "Wir Sportler in Monaco stehen auch unter Schock und Trauer." Wrobel, neben Molitor und Schwanitz einer von nur drei deutschen Leichtathleten in Monaco, belegte am Abend mit 60,33 m beim Sieg des polnischen Weltmeisters Piotr Malachowski Platz (65,57) sechs.

Farah nur Fünfter, Semenya herausragend

In einem traditionell auf den Mittelstrecken stark besetzten Meeting musste sich der britische Superstar Mo Farah auf seiner Europarekord-Strecke 1500 m in 3:31,74 Minuten mit Platz fünf begnügen. Der Doppel-Olympiasieger lag dabei aber noch vor dem Kenianer Asbel Kiprop (6./3:32,03), der zuletzt über diese Strecke dreimal in Folge Weltmeister geworden war. Der Sieg ging an Kiprops Landsmann Ronald Kwemoi (3:30,49).

Über 800 m der Frauen sorgte die Südafrikanerin Caster Semenya mit der weltweist besten Zeit seit acht Jahren für die herausragende Leistung des Abend. Die Weltmeisterin von Berlin 2009, die nach einer mehr als grenzwertigen Debatte über ihr Geschlecht in ein jahrelanges Leistungsloch gefallen war, lief in 1:55,32 Minuten 13 Hundertstel schneller als bei ihrer bisherigen Bestzeit aus dem WM-Finale vor sieben Jahren

Über 100 m war die niederländische Europameisterin Dafne Schippers die klare Nummer eins und siegte bei leichtem Gegenwind in starken 10,94 Sekunden vor Osaka-Weltmeisterin Veronica Campbell-Brown (Jamaika/11,12). Im Hochsprung glänzte Sieger Gianmarco Tamberi mit italienischem Landesrekord von 2,39 m.

(sid)
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