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Keine Namen genannt
Neun äthiopische Leichtathleten unter Dopingverdacht

Addis Abeba. Der Leichtathletik droht im Olympia-Jahr ein weiterer großer Dopingskandal. Gleich neun äthiopische Sportler stehen einem Bericht der Nachrichtenagentur AP zufolge unter dem Verdacht, ihre Leistungen mit verbotenen Substanzen manipuliert zu haben. Darunter sollen fünf "Top-Athleten" sein, wie der Generalsekretär der nationalen Anti-Doping-Agentur, Solomon Meaza, mitteilte. Deren Namen sowie weitere Details wollte er nicht preisgeben. Aus dem Hochland Äthiopien am Horn von Afrika kamen in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Weltklasse-Langstrecken- und Marathonläufer. Die "verdächtigen" Testergebnisse der Spitzensportler würden jetzt von der Anti-Doping-Agentur des Landes untersucht. "Sie werden nun vorgeladen und befragt, ob sie irgendwelche verbotene Substanzen eingenommen haben", sagte Meaza. Um die Verdachtsmomente zu erhärten und klare Vergehen nachzuweisen, seien weitere Tests nötig. Wenn die Untersuchungsergebnisse eintreffen, müsse man sich "echt Sorgen machen", betonte Meaza. Der Weltverband IAAF habe bereits die Kontaktdaten der anderen vier verdächtigen Leichtathleten angefordert und gehe den Fällen nach, informierte der Generalsekretär. Äthiopien wäre nach Russland und Kenia das nächste Land, das von einem offenbar sehr weitreichenden Dopingskandal in der olympischen Kernsportart erschüttert wird.
(dpa)
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