| 18.55 Uhr

Sperre bei Olympia
67 russische Athleten stellen Gesuch bei der IAAF

Russischer Dopingsumpf: eine Chronologie
Russischer Dopingsumpf: eine Chronologie
Moskau. Trotz des Ausschlusses von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) durch den Weltverband IAAF hoffen zahlreiche russische Leichtathleten noch auf einen Start in Brasilien.

"Morgen werden 67 russische Leichtathleten individuell ihr Gesuch, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, bei der IAAF einreichen - wozu sie das Recht haben", sagte Sportminister Witali Mutko am Samstag im russischen Fernsehen.

In der vergangenen Woche hatte die IAAF entschieden, die Sperre der russischen Leichtathleten aufrechtzuerhalten, nachdem zuvor Verstöße gegen die Dopingrichtlinien ans Licht gekommen waren.

Angesichts der Tatsache, dass die IAAF nur Sportler, die außerhalb Russlands trainieren und somit womöglich nicht Teil des Dopiongsystems waren, für Olympia zulassen will, scheint die Zahl von 67 unrealistisch. Stabhochsprung-Star Jelena Issinbajuewa und Hürden-Weltmeister Sergei Schubenkow wären beispielsweise von der Teilnahme ausgeschlossen.

"Es wäre meiner Ansicht nach ein großer Fehler, wenn das gesamte russische Team ausgeschlossen würde", sagte Mutko. Die Leichtathleten müssen ihren Antrag spätestens zwei Wochen vor Beginn der Spiele eingereicht haben, diese werden dann einem "Doping Review Board" vorlegt, das über die Gültigkeit des Anspruchs entscheidet.

(sid)
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