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Leichtathletik
Russische Sportler positiv auf Meldonium getestet

Hintergrund: Meldonium - ein Doping-Renner in Russland
Hintergrund: Meldonium - ein Doping-Renner in Russland
400-m-Läuferin Nadeschda Kotljarowa (26) ist als nächste russische Sportlerin auf die seit Jahresbeginn verbotene Substanz Meldonium getestet worden. Kotljarowa wurde bei den russischen Leichtathletik-Meisterschaften Ende Februar mit dem Dopingmittel erwischt, wie ihr Trainer der Nachrichtenagentur Tass sagte.

Ein Arzt habe ihr Meldonium verschrieben. Kotljarowa war 2015 bei den Weltmeisterschaften in Peking im Halbfinale gescheitert.

Der russische Leichtathletik-Verband ARAF sprach am Montag von vier Meldonium-Fällen. Laut Tass soll es sich bei den drei anderen um die Langstreckler Andrej Minschulin und Gulschat Fasletdinowa sowie die 400-m-Hürden-Läuferin Olga Wowk handeln.

Russlands Leichtathleten sind wegen massiver und systematischer Dopingvergehen derzeit weltweit gesperrt, ein Olympia-Aus steht im Raum. "Russland muss weiter erkennbare Schritte tun, um die Bedingungen der Wiederaufnahme zu erfüllen", hatte IAAF-Präsident Sebastian Coe vor zehn Tagen nach einer Council-Sitzung gesagt.

Eine sehr hohe Fallzahl beim Nachweis von Meldonium im vergangenen Jahr hatte dazu geführt, dass der Wirkstoff von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ab dem 1. Januar 2016 auf die Verbotsliste gesetzt wurde. Anfang März machte Tennisstar Maria Scharapowa öffentlich, dass sie bei den Australian Open im Januar positiv auf Meldonium getestet wurde. Auch weitere prominente russische Sportler wurden mit dem Mittel erwischt, weltweit sind es bereits über 100 Athleten.

(dpa)
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