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Leichtathletik
Russischer Geher-Coach Tschegin lebenslang gesperrt

Moskau. Das Nationale Olympische Komitee Russlands hat gegen den früheren Cheftrainer des nationalen Geher-Zentrums in Saransk, Wiktor Tschegin, aufgrund von Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien eine lebenslange Sperre ausgesprochen. Das NOK reagierte damit auf den Entzug mehrerer bedeutsamer Titel und Medaillen, darunter das vom zurzeit wegen Dopings gesperrten Sergej Kirdjapkin errungene 50-km-Gold von den Olympischen Spielen 2012 in London. Kirdjapkin war Anfang Januar 2015 wegen auffälliger Werte in seinem biologischem Pass rückwirkend ab dem 15. Oktober 2012 für 38 Monate gesperrt worden. Allerdings hatte die russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA) bei ihm und den anderen Athleten die Ergebnisse nicht für den gesamten Zeitraum der Auffälligkeiten annulliert. Gegen diese "selektive" Disqualifikation hatte der Leichtathletik-Weltverband IAAF Einspruch eingelegt. Seinen WM-Titel von Berlin 2009 über 50 Kilometer hat Kirdjapkin bereits verloren. Der internationale Sportgerichtshof CAS hatte am Donnerstag in sechs Fällen einen entsprechenden Einspruch der IAAF bestätigt. Neben Kirdjapkin verloren weitere frühere Tschegin-Schützlinge ihre Medaillen. So muss unter anderem Olga Kaniskina ihr London-Silber über 20 Kilometer Gehen zurückgeben, Sergej Bakulin verliert sein WM-Gold von 2011 über 50 Kilometer.

(sid)
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