| 16.15 Uhr

Leichtathletik-Superstar
Usain Bolt freut sich auf Oktoberfest-Bier

Bolt amüsiert sich auf dem Oktoberfest
Bolt amüsiert sich auf dem Oktoberfest FOTO: dpa, hoe htf
Düsseldorf. Sprint-Superstar Usain Bolt (30) freut sich schon auf ausgedehnte Besuche beim Oktoberfest in München in der Zeit nach seiner Karriere.

In der Vergangenheit sei der Jamaikaner "immer nur in einem Zelt" gewesen, sagte er der "Sport Bild": "In den nächsten Jahren will ich in mehrere Zelte und auch mehr Biersorten ausprobieren." Das habe er den "hübschen Sprechstundenhilfen" seines Leibarztes Hans-Wilhelm Müller- Wohlfahrt versprochen.

Wenn Bolt nach der WM 2017 in London seine Laufbahn beendet, will der neunmalige Olympiasieger seinem Sport erhalten bleiben. "Ich weiß, dass die Leichtathletik Hilfe braucht. Und ich helfe gerne", sagte Bolt, der in Rio sein angestrebtes goldenes Triple-Triple perfekt gemacht hatte: "Ich bin es gewohnt als Botschafter zu fungieren."

Ein Comeback nach den Weltmeisterschaften in London schloss Bolt erneut rigoros aus. Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio wird der Jamaikaner nicht mehr starten. "Das wird nicht passieren. Ich wüsste nicht, wie ich mich bis dahin motivieren sollte. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen", sagte der neunmalige Olympiasieger.

Der schnellste Mann der Welt hatte mehrmals bekräftigt, dass er bei der WM in London sein letztes Rennen bestreiten wolle. Auch das Comeback von US-Schwimmstar Michael Phelps, der in Rio noch fünfmal Olympiasieger wurde, sei da kein Vorbild. "Sein Schwimmen kann man nicht mit meinem Laufen vergleichen", begründete Bolt.

"Schwimmen ist etwas Natürliches. Michael wird auch nach seinem Rücktritt weiter geschwommen sein. Aber 100 und 200 Meter Laufen, das ist nichts Natürliches", sagte der elfmalige Sprint-Weltmeister und Weltrekordler. "Wenn man einmal damit aufhört, dann fängt man nicht wieder an."

Einen Nachfolger als Superstar der Leichtathletik sieht Bolt nicht. "Wir haben einige Super-Athleten, auch bei mir hier in Jamaika", sagte der 30-Jährige. "Aber ein Sieger zu sein, das reicht halt nicht. Man muss auch der Typ dafür sein, die Menschen unterhalten zu wollen, ihnen etwas Nähe zu schenken. Das ist typbedingt."

(seeg/sid/dpa)
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