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"Ich bin der Bessere"
Bolt tönt nach Halbfinal-Sieg gegen Gatlin

Bolt filmt seine Siegerehrung
Bolt filmt seine Siegerehrung FOTO: dpa
Peking. Der zweite WM-Showdown zwischen dem Sprint-Giganten Usain Bolt und seinem Widersacher Justin Gatlin ist perfekt: Drei Tage nach seinem Triumph über 100 m zog Jamaikas Superstar Bolt in Peking ebenso souverän ins 200-m-Finale am Donnerstag (15.05 Uhr/ARD) ein wie US-Herausforderer Gatlin.

"Ich bin immer noch ein bisschen müde, aber das wird wieder. Ich bin der bessere 200-m-Läufer, und das werde ich zeigen", sagte Rekordweltmeister Bolt, der das dritte von drei Halbfinals in 19,95 Sekunden gewann und dabei auf der Geraden früh das Tempo herausnahm. 2015 war der neunmalige Weltmeister zuvor nicht über 20,13 Sekunden hinausgekommen.

"Jeder weiß, auf welches Duell das hinausläuft", sagte der 29 Jahre alte Dominator: "Die 200 m sind meine Strecke, sie bedeuten mir unglaublich viel."

Der mehrfach überführte Doping-Sünder Gatlin hatte kurz zuvor das zweite Halbfinale in kontrolliert gelaufenen 19,87 Sekunden gewonnen. Gatlin ist über 200 m schnellster Läufer des Jahres (19,57). Runde eins im Duell der Supersprinter hatte der Doppel-Weltmeister von 2005 am Samstag über 100 m mit einer Hundertstelsekunde Rückstand auf Bolt verloren.

Bolt kann in Peking zum vierten Mal in Serie Weltmeister über 200 m werden, nach den WM-Titeln 2009, 2011 und 2013 sowie den Olympiasiegen 2008 und 2012 wäre es der sechste große Triumph in Serie für den schnellsten Mann der Geschichte. Bolt hat seit der WM 2007 (Silber hinter Tyson Gay) kein großes Finale über diese Strecke verloren.

Bolt hatte nach seinem 100-m-Sieg angekündigt: "Ich will so viele Titel wie möglich gewinnen." Derer hat "Lightning Bolt" mit neunmal WM-Gold und sechs Olympiasiegen schon reichlich, doch bis zu seinem Karriereende 2017 - so das große Ziel - "will ich die Nummer eins bleiben".

Verhindern kann das in Peking Gatlin: 2005 holte er ein Jahr vor seiner zweiten Dopingsperre in Helsinki die WM-Titel über 100 und 200 m. Über die halbe Stadionrunde dürfte er noch einen Tick gefährlicher für Bolt sein.

Das 200-m-Finale wird am Donnerstag erstaunlich international besetzt sein. Bolt nahm seinen Landsmann Nickel Ashmeade mit in den Endlauf, Gatlin ist der einzige Amerikaner. Dafür steht überraschend der in Aserbaidschan geborene Türke Ramil Guliyev unter den besten Acht, auch Anaso Jobodwana aus Südafrika und Femi Ogunode aus Katar laufen um die Medaillen.

Der deutsche Meister Julian Reus (Wattenscheid) war am Dienstag als Vierter seines Vorlaufs in 20,51 Sekunden ausgeschieden. Auch sein Vereinskollege Robin Erewa scheiterte als Vorlauf-Vierter (20,67).

(sid)
 
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