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Sprint-Olympiasiegerin aus Jamaika
Veronica Campbell-Brown soll gedopt haben

Sprint-Olympiasiegerin aus Jamaika: Veronica Campbell-Brown soll gedopt haben
Veronica Campbell-Brown soll gedopt haben. FOTO: AP, AP
Kingston. Die dreimalige Sprint-Olympiasiegerin Veronika Campbell-Brown aus Jamaika ist offenbar des Dopings überführt worden. Wie die nationale Tageszeitung "The Gleaner" berichtet, wurde der 31-Jährigen bei einem Einladungsmeeting am 4. Mai in Jamaikas Hauptstadt Kingston in A- und B-Probe ein verbotenes Diuretikum nachgewiesen.

Damit kann die Einnahme von Dopingmitteln verschleiert werden. Campbell-Brown, die 2004 Olympia-Gold über 200 m und 4x100 m gewonnen hatte und auch in Peking 2008 über 200 m erfolgreich war, droht eine zweijährige Sperre.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF soll nach Angaben von The Gleaner eine Stellungnahme vorbereiten. Die Sponsoren von Campbell-Brown seien bereits über den Vorgang informiert. Der Fall Campbell-Brown wird nun vom jamaikanischen Anti-Doping-Disziplinarausschuss behandelt.

Sie gewann 20 internationale Medaillen

Veronica Campbell-Brown ist die erfolgreichste Sportlerin in der Geschichte Jamaikas. Insgesamt holte sie 20 internationale Medaillen, sieben bei Olympia, neun bei Weltmeisterschaften sowie jeweils zwei bei Hallen-WM und den Commonwealth-Spielen. Campbell-Brown hat bereits ihre nächsten Starts abgesagt. Sie wird auch ihren 200-m-Titel bei der WM vom 10. bis 18. in Moskau wohl nicht verteidigen können. Bei Olympia in London hatte sie im vorigen Sommer Bronze über 100 m und Silber mit der Staffel gewonnen.

Für Jamaika, dem Land der Supersprinter Usain Bolt und Yohan Blake, bedeutet der Dopingfall von Veronica Campbell-Brown einen weiteren herben Rückschlag. Bereits am Donnerstag war bekannt geworden, dass zwei Mitglieder des nationalen Leichtathletik-Teams wegen Dopings gesperrt wurden. Dominique Blake, Mitglied der 4x400-m-Staffel bei Olympia 2012 in London, erhielt eine sechsjährige Sperre. 800-m-Meister Ricardo Cunningham, der die Olympiateilnahme in London nicht geschafft hatte, ist neun Monate lang nicht startberechtigt.

Bei Dominique Blake war Methylhexanamin gefunden worden. Ihre Strafe fiel so hoch aus, weil sie angeblich mit falschen Angaben ihre Schuld verschleiern wollte und am Ende die Kommission beleidigte. Ricardo Cunningham wurde positiv auf Pseudoephedrin getestet.

(sid/spol)
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