Ringer fordert seine Goldmedaille zurück: Leipold legt Berufung beim Sportgerichtshof ein
zuletzt aktualisiert: 10.11.2000 - 12:44Kaiserslautern (sid). Der des Doping-Missbrauchs überführte Ringer Alexander Leipold (Foto) hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) verklagt. Leipolds Anwalt Axel Ulmer bestätigte das Absenden der Berufungsunterlagen seines Mandanten an den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne. Leipold, bei dem in A- und B-Probe deutlich überhöhte Nandrolonwerte festgestellt worden waren, geht damit gegen die Aberkennung seines Olympiasiegs von Sydney durch das IOC vor und fordert seine Goldmedaille zurück.
"In den nächsten drei bis sechs Monaten wird es wahrscheinlich zu einer mündlichen Verhandlung kommen. So sind die Fristen beim Sportgerichtshof", erklärt Ulmer. "Zunächst müssen beide Seiten eine schriftliche Stellungnahme abgeben, dann wird ein Schiedsgericht installiert", beschreibt der Anwalt aus Kaiserslautern die Verfahrensweise.
Weitere Angaben über die Begründung des Berufungsantrages verweigerte Ulmer. "Dazu will ich zurzeit noch nichts sagen", meinte Leipolds Rechtsbeistand. Der Schifferstadter Ringer Leipold schöpft allerdings Hoffnung aus einem ähnlichen Fall im Fußball: Im Urin des Regionalliga-Spielers Manuel Cornelius von Tennis Borussia Berlin war wie bei Leipold Nandrolon festgestellt worden. Trotzdem wurde das Verfahren vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingestellt.
Darüber hinaus prüft Ulmer ein juristisches Vorgehen gegen die vom Internationalen Ringerverband (Fila) ausgesprochene zweijährige Sperre für Leipold. "Aller Voraussicht nach werden wir auch dagegen etwas unternehmen", so der Anwalt.
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