Maserati als Preisgeld: Ludger Beerbaum überragt erneut - Geld bleibt in der Familie
zuletzt aktualisiert: 30.09.2001 - 18:05Aach (rpo). Springreiter Ludger Beerbaum ist zur Zeit unschlagbar. Der Europameister gewann am Sonntag auch den Großen Preis von Aach. Als Preisgeld konnte der Weltrangliste-Erste einen schicken Maserati mit nach Hause nehmen.
Zugleich konnte er sich mit seinem Bruder Markus und seiner Schwägerin Meredith freuen. Die beiden kamen nicht in die Siegerrunde, gewannen aber durch die Plätze zwei und drei in der Gesamtwertung der Riders Tour zusammen eine halbe Million Mark.
Hinter Beerbaum und seiner Stute Gladdy, die in einer fehlerfreien Siegerrunde die beste Zeit hinlegten, kam Marcus Ehning (Borken) im Großen Preis der kleinen südbadischen Stadt mit For Pleasure (0/40,81 Sekunden) auf den zweiten Platz. Alison Firestone (USA) belegte mit Crocodile Dandy den dritten Platz.
Wie stark Beerbaum in diesem Jahr ist, zeigt der Blick auf die Riders-Tour-Wertung. Schon zwei Runden vor Schluss der neun Stationen umfassenden Serie hatte sich der Weltranglisten-Erste in Donaueschingen uneinholbar an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt und sich die 500 000 Mark Prämie vorzeitig gesichert. Dazu erhielt er den inoffiziellen Titel "Rider of the Year", den er völlig zu Recht trägt. Beim Turnier im südbadischen Aach gewann er neben dem Großen Preis zwei weitere Prüfungen.
Freuen durften sich auch Markus Beerbaum und Meredith Michaels- Beerbaum. Das Paar aus Thedinghausen verpasste die Siegerrunde, behielt aber die finanziell lukrativen Plätze zwei und drei in der Riders Tour, die in Aach ihren diesjährigen Abschluss hatte, weil die Verfolger ebenfalls einen schwachen Tag erwischten. Nach drei Abwürfen mit seiner neunjährigen Oldenburger Stute Leena gab Markus Beerbaum auf. Seine Ehefrau kam mit 16 Fehlerpunkten aus dem sehr schweren Parcours. Allein Holger Wulschner hätte sie noch einholen können, doch er patzte in der Siegerrunde.
Einen guten Eindruck hinterließ in Aach auch Mannschafts- Olympiasieger Ehning. Der Borkener kommt mit dem 15-jährigen Hengst For Pleasure langsam wieder in Form und gewann die erste Qualifikation. Zweiter wurde in dieser Prüfung sein Olympia-Team- Kollege Lars Nieberg (Homberg/Ohm) mit Fighting Alpha vor dem Schweizer Paul Freimüller mit Himmerdor. In der zweiten Qualifikation war im Stechen einmal mehr Ludger Beerbaum nicht zu schlagen, dieses Mal mit Champion Du Lys. Zweite wurde seine Schwägerin Meredith mit Perina vor Weltcup-Sieger Markus Fuchs (Schweiz) mit Tinka´s Boy.
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